15.12.15

EUR/CHF: Deutsche Bank sieht kräftige Bewegung auf 1,13

Der Euro wird in den nächsten zwölf Monaten um 4% auf 1,13 Franken steigen, prognostizieren die Vermögensverwalter der Deutschen Bank. Die Wechselkursprognose ist in eine höhere Inflation und einem stärkerem Wachstum eingebettet. Gegenwind wird nach Einschätzung der Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) von der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen.

Aktuell notiert der Eurokurs bei 1,08 Franken. Die Gemeinschaftswährung ist zwar deutlich mehr wert als zu Jahresbeginn, als sie im Zuge der Mindestkurs-Aufhebung auf 0,98 Franken abrutschte. Die Erholung hat sich allerdings in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Im September war 1 Euro noch bis zu 1,1050 Franken wert.

Die Inflationsrate im Euroraum wird von 0,1% im laufenden Jahr auf 1,2% im nächsten Jahr anziehen, sagen die DeAWM-Experten. Beim Wachstum sieht man ein Plus von 1,6%. "Ganz wie 2015 stehen die Märkte im Bann der Zentralbanken. Doch 2016 wird das Jahr der Entscheidungen", meint der Chief Investment Officer (CIO) Stefan Kreuzkamp.

Von der EZB erwartet der Vermögensverwalter ein Leitzinssenkung auf 0,00% (aktuell: 0,05%). Darüber hinaus dürfte die von Mario Draghi zuletzt etwas unorthodox geleitete Notenbank weitere Senkungen des bereits negativen Einlagenzinses (aktuell: -0,30%) durchführen.

Sehr viel aufsehenerregender als die EUR/CHF-Prognose ist die EUR/USD-Prognose. Man rechnet mit einem Absturz des Euros bis Ende 2016 auf 0,95 Dollar. Aktuell notiert der Euro bei 1,10 Dollar. "Die Zinsdivergenz zwischen den USA und der Eurozone stärkt den Dollar und lässt ihn damit gegenüber dem Euro sogar unter die Parität rutschen", begründet die Deutsche Asset & Wealth Management.