Dieser Blog wurde unterbrochen und wird voraussichtlich ab Februar 2018 mit einem neuen Themen-Schwerpunkt fortgesetzt.

28.02.14

Franken-Schuldner mit 5.000 € Buchverlust wegen Euro-Untergang

Der Kurs des Euros sinkt auf ein 10-Monatstief bei 1,2156 Franken. Die vor zweieinhalb Jahren von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführte Untergrenze bei 1,20 kommt immer näher. Franken-Schuldner, die mit dem Gedanken einer Euro-Konvertierung spielen, packen ihre Taschenrechner aus.

Wer Anfang 2000 einen Franken-Kredit im Gegenwert von 200.000 Euro aufgenommen hat, tat dies zu einem Eurokurs von etwa 1,60 Franken. Wegen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 sowie der europäischen Staatsschuldenkrise 2010-2012 wertete die Gemeinschaftswährung drastisch ab, während der als sichere Hafen wahrgenommene Schweizer Franken massiv aufwertete.

Wegen der ungünstigen Wechselkursentwicklung weist der vor 14 Jahren aufgenommene Kredit zum aktuellen Niveau des Euros bei 1,2156 Franken eine Restschuld von 263.245 Euro auf. Anfang Januar 2014, als die Gemeinschaftswährung auf 1,2395 Franken kletterte, waren es 258.168 Euro.

(Weiterlesen: Konvertierung auf diese CHF Prognose abstimmen)

Die knapp 5.000 Euro Buchverlust, die Franken-Schuldner ohne etwas dagegen tun zu können in den letzten Wochen hinnehmen mussten, könnten sich weiter erhöhen. Mittlerweile lässt sich ein Absturz des Euro-Franken-Kurses auf 1,20 nicht mehr ausschließen. Käme es dazu, wären Kreditschuld auf 266.667 Euro und Buchverlust auf 8.499 Euro angewachsen.

Aus charttechnischer Sicht ist für die Gemeinschaftswährung Hopfen und Malz verloren. Der Euro-Franken-Kurs befindet sich unter der 50-Tage und 200-Tage Linie, wodurch auf mittlere- und lange Sicht eine Abwärtsbewegung signalisiert wird.

Nachdem gestern eine wichtige Unterstützung bei 1,2180 riss, ist der Weg frei für einen Rückgang auf 1,2110-1,2120. Sollte auch dieses Niveau nicht halten, gäbe es noch bei 1,2070 und 1,2030 zwei Verteidigungsschichten. Bei diesen technischen Unterstützungen handelt es sich jedoch um schwache Niveaus, die leicht zu durchbrechen sein dürften.

Zum Thema:
Wie man 3 große Risiken eines Franken-Kredites ausschaltet