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26.09.13

Wie man 3 große Risiken eines Franken-Kredites ausschaltet

Zum Leidwesen von Franken-Fremdwährungskreditnehmern ist der Euro seit Anfang September von 1,2415 auf 1,2276 CHF gefallen. Neben dem Rückgang des Wechselkurses gibt es zusätzliche Risiken: 1) Die Entwicklung des Tilgungsträgers, also Ansparprodukte wie Lebensversicherungen oder Wertpapiere. 2) Die Gefahr steigender Kreditzinsen.

Banken sprechen intern gerne von einem dreifachen Risiko. Viele Franken-Kreditnehmer wussten bei der Aufnahme ihres Darlehens mangels fehlender Beratung nicht, dass sie für den Erwerb einer Immobilie drei rote Ampeln an den Finanzmärkten überfahren müssen.

Dreifachrisiko

Durch eine Umwandlung in eine Euro-Finanzierung (Konvertierung) kann man sich dem Dreifachrisiko nahezu komplett entledigen. Das geht wie folgt:

Das endfällige Franken-Darlehen wird in einen Euro-Kredit zu 2,9 Prozent Fixzinssatz auf zehn Jahre konvertiert. Anschließend wird der Tilgungsträger aufgelöst. Das damit erlöste Geld wird als Sondertilgung für den neuen Euro-Abstattungskredit eingezahlt.

Wer so vorgeht, bei dem schalten die Risikoampeln "Euro CHF Wechselkurs" und "Tilgungsträger-Entwicklung" auf grün. Es bleibt die Gefahr steigender Kreditzinsen.

Das Risiko einer Anschlussfinanzierung nach zehn Jahren mit deutlich höheren Zinsen lässt sich verkleinern, indem man seine Bank nach einem Abstattungskredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren fragt. Der Fixzinssatz dürfte bei etwa 3,50 Prozent liegen, was im historischen Vergleich sehr günstig ist.

Spekulieren

Wer die drei Risiken eines Fremdwährungskredites nicht vollständig ausschalten will, dem bleiben jede Menge Zwischenlösungen. Beispielsweise wartet man einfach ab (Aussitzen-Stratgie), in der Hoffnung, dass der Eurokurs CHF wieder steigt.

Es ist auch möglich die Kreditschuld des endfälligen Franken-Darlehens durch monatliche Tilgungen zu verringern. Die Bank konvertiert sodann die in Euro geleisteten Einzahlungen zum jeweils aktuellen Wechselkurs.

Was den Tilgungsträger angeht, muss dieser nicht notwendigerweise aufgelöst werden. Man kann ihn bei einer Euro-Konvertierung auch Stilllegen, um sich die Chancen auf weitere Kursgewinne von Aktien oder höheren Zinsen im Falle einer Lebensversicherung offen zu halten. Dies kann jedoch nach hinten losgehen, falls es zu einem Börsen-Crash kommt.