1.6.14

Euro startet in die Woche der Wahrheit bei 1,2205 Franken

Am Devisenmarkt werden nun Nägel mit Köpfen gemacht. Es steht ein Großereignis an, das für den Wechselkurs des Euros gegenüber dem Schweizer Franken von erheblicher Tragweite ist. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,2205 Franken. Die Chancen stehen gut, dass es es bald 1,25 sind.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat es in der Hand. Nachdem die "alten Herren der EZB" in den letzten Wochen so ausgiebig wie noch nie über eine Lockerungen der Geldpolitik schwadronierten, wollen die Finanzmärkte an diesem Donnerstag nun Taten sehen.

(Weiterlesen: Mit diesem Getöse gewinnt die EZB keinen Blumentopf)

Eine Leitzinssenkung auf 0,15 Prozent sowie negative Einlagenzinsen sind das absolute Minimum. Unkonventionelle Maßnahmen, wie der Ankauf von Schuldverschreibungen privater- oder öffentlicher Natur sowie langfristige Notenbankkredite für Geschäftsbanken sind ebenfalls im Gespräch.

Chance

Der Euro-Franken-Kurs muss sich vor den geplanten EZB-Maßnahmen keinesfalls fürchten, wie die jüngste Kursentwicklung zeigt. Ursache ist ein recht komplizierter Zusammenhang zwischen den einzelnen Währungspaaren.

Zunächst einmal schaut alles auf den Euro-Dollar-Kurs (EUR/USD). Dieser hat wegen dem Geplappere der EZB bereits vier Cents eingebüßt und notiert aktuell bei 1,36. Wenn der EUR/USD fällt, dann steigt in der Regel spiegelverkehrt der Dollar-Franken (USD/CHF).

Es gilt: Wenn der USD/CHF schneller steigt, als der EUR/USD fällt, dann lodert in der Wechselkursrate EUR/CHF erhebliches Anstiegspotential, wie man im Mai 2013 bereits beobachten konnte. Damals kletterte des Devisenpaar in wenigen Wochen von EUR/CHF 1,21 auf 1,2650.

Zum Thema:
SNB-Chef Jordan verrät das Anstiegsgeheimnis des Euros

Meistgelesen