2.12.13

Kommt die Jahresendrallye des Euros auf 1,25 Franken?

Es könnte der Beginn einer Jahresendrallye sein. Der Euro kletterte zuletzt von 1,2292 auf 1,2323 Franken. Weil der Euribor weiter steigt, erhält die Gemeinschaftswährung einen Zinsvorteil. Darüber hinaus verweisen Währungsexperten auf einen Schwächeanfall des Schweizer Frankens an anderer Stelle.

Der 3-Monats-Euribor kletterte seit Ende November von 0,217 Prozent auf aktuell 0,236 Prozent. Der viel beobachtete Geldmarktsatz, der die Zinserwartungen der Marktteilnehmer sowie die Bereitschaft der Banken sich untereinander Geld zu leihen, spiegelt, hat das bisherige Jahreshoch vom 1. Februar 2013 bei 0,234 Prozent übertroffen.

Weil der Schweizer 3-Monats-Libor bei 0,02 Prozent kleben blieb, hat sich der Zinsvorteil des Euroraums vergrößert. Neben der Zinsentwicklung könnte der Euro-Franken-Wechselkurs (EUR/CHF) Rückenwind von dem Devisenpaar Dollar-Franken (USD/CHF) erhalten.

Die Kursentwicklung für 2013 zeigt, dass signifikante Anstiege beim EUR/CHF Zunahmen beim USD/CHF voraussetzen und umgekehrt. Zwischen Mai und Oktober war der Dollarkurs von 0,9838 auf 0,8890 Franken gesunken. Im gleichen Zeitraum hatte eine Talfahrt von EUR/CHF 1,2650 auf 1,2215 stattgefunden.

Seit einigen Wochen befindet sich Dollar-Franken im Erholungsmodus. Aktuell notiert der Wechselkurs bei USD/CHF 0,9105.

Damit es weiter nach oben geht, muss ein Widerstand bei USD/CHF 0,9230 übersprungen werden. Anschließend wäre Platz auf 0,9450. Ein solcher Schwächeanfall des Frankens zum Dollar könnte der Eurokurs für eine Zunahme auf 1,25 Franken nutzen.

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