15.01.13

In vollem Tempo geht es für den Euro auf 1,2384 Franken


Ist da noch Luft nach oben drin? Der Eurokurs klettert während des asiatischen Handels auf ein frisches 14-Monatshoch bei 1,2384 Schweizer Franken. Die eidgenössische Währung vergünstigt sich auf 80,75 Euro-Cents. Gegenwärtig befindet sich die Gemeinschaftswährung im Rückzugsmodus. Das Devisenpaar wird um 9:15 Uhr MEZ zu 1,2322 gehandelt.

Man darf gespannt sein, ob der Eurokurs in den kommenden Stunden seine Gewinne halten wird können. Die größte Schweizer Bank rechnet nicht damit. "Die Franken-Schwäche ist nicht von Dauer", sagte gestern der UBS-Währungsspezialist Thomas Flury gegenüber dem Finanzportal cash. Flurys Schweizer Franken Prognose ist recht unspektakulär. Er sieht den Eurokurs in den kommenden Monaten bei 1,21 CHF.

Fundamentale Daten sind derzeit Mangelware. Daher sind die Charttechniker gefragt. Ein wichtiges Unterstützungsniveau des Euros liegt bei 1,2235-1,2250 CHF. Sollte die Marke halten, könnte es abermalig nach oben gehen. Wenn nicht, dürfte die Gemeinschaftswährung ohne Umschweife nach unten durchgereicht werden. Die Unterstützungen bei 1,2160-1,2185 und 1,2130 sind weitere Prüfpunkte.

Technische Analysten beobachten von etwas ungeübten Anwendern der Charttechnik immer wieder den gleichen Fehler beim Umgang mit Unterstützungen und Widerständen. Eine Unterstützung sollte man sich nicht wie ein feste Linie, die exakt auf einem bestimmten Kursniveau liegt, vorstellen, sondern wie den Boden in seinem Haus oder seiner Wohnung. Widerstände kann man sich räumlich wie einen Deckenzug vergegenwärtigen.

Im 24 Stunden Devisenhandel kommt es zudem darauf an, zu welcher Uhrzeit ein Niveau gebrochen wird. Während des europäischen Handels sind Brüche signifikanter und zuverlässiger als im frühen asiatischen Handel. Zudem ist wichtig, ob der Tagesschlusskurs um 01:00 Uhr MEZ über oder unter einer Unterstützung oder einem Widerstand liegt und damit einen vorherigen Bruch bestätigt.