03.12.12

Eurokurs klettert im Dezember auf Vierwochenhoch bei 1,2095 CHF


Am Devisenmarkt klettert der Kurs des Euros zum Beginn des letzten Handelsmonats des Jahres auf den höchsten Stand seit fünf Wochen. Im europäischen Handelsgeschehen steigt der Euro auf 1,2095. Gegenüber dem US-Dollar erklimmt der Euro die Marke von 1,30 und erreicht anschließend ein Zweiwochenhoch bei 1,3073.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kann sich einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland in einigen Jahren vorstellen. „Wenn Griechenland eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskommt, ohne neue Schulden aufzunehmen, dann müssen wir die Lage anschauen und bewerten. Das ist nicht vor 2014/15 der Fall, wenn alles nach Plan läuft“, sagte die Kanzlerin im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“.

Neben der Bundestagswahl kann zum jetzigen Zeitpunkt ein Schuldenerlass der öffentlichen Gläubiger wohl wegen den rechtlichen Rahmenbedingungen nicht stattfinden. Deutschland und andere nordeuropäische Länder wie Finnland dürften an Griechenland kein Geld mehr verleihen, wenn sie einen so genannten „Haircut“ akzeptieren würde. Anders sehe es aus, wenn Griechenland imstande wäre einen Budgetüberschuss zu erwirtschaften, also ohne neue Schulden auskäme, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Ob sich der Eurokurs über der Marke von 1,2050 CHF halten wird können und eventuell einen Anstieg auf 1,21 ins Auge fasst, dürfte in der zweiten Wochenhälfte entschieden werden. Am Donnerstag findet die Dezembersitzung des Notenbankrates der Europäischen Zentralbank (EZB) statt. EZB-Präsident Mario Draghi könnte wegen der zuletzt von 2,5 auf 2,2 Prozent gesunkenen Inflationsrate eine Leitzinssenkungen auf 0,50 Prozent in Aussicht stellen.

Am Freitag wird die Schweizerische Nationalbank (SNB) über die Höhe ihrer Fremdwährungsbestände zum Ende November berichten. EZB und SNB stellen zwei erhebliche Risikofaktoren für den Eurokurs CHF dar. Ein abermaliger Rückgang zur Unterstützung bei 1,2030 kann daher nicht ausgeschlossen werden.