01.12.12

Die UBS Schweizer Franken Prognose 2013 liegt bei 1,23 / Euro

Die Schweizer Franken Prognose für 2013 der UBS ist da. Das größte Geldhaus der Eidgenossenschaft rechnet mit einem Anstieg des Euros auf 1,23 CHF. Gleichzeitig hält man an der Jahresendprognose für 2012 bei 1,21 fest. Die UBS erwartet eine natürliche Abschwächung des Frankens, gespickt mit wiederkehrenden Rückschlägen auf 1,20.

Aktuell kostete die Gemeinschaftswährung 1,2050 CHF. Fremdwährungskreditnehmer hoffen auf eine Fortsetzung des Anstiegs. Im November fiel der Eurokurs von 1,2070 auf zwischenzeitlich 1,2029 CHF. Seitdem das Devisenpaar im September auf ein Achtmonatshoch bei 1,2183 CHF geklettert war, tendiert es nach unten.

„Längerfristig erwarten wir, dass sich der Schweizer Franken auf natürliche Weise abschwächen wird und von der EURCHF 1.20 Kursuntergrenze langsam in Richtung 1.25 oder höher bewegt“, schreibt UBS Analyst Constantin Bolz im aktuellen UBS-Investorenheft „Konjunkturanalyse Schweiz“. „Solange die Probleme in der Eurozone Bestand haben, können Rückschläge auf 1.20 aber nicht ausgeschlossen werden.

Währungsmanipulator

Ein Brechen der Untergrenze halte er (Bolz) für sehr unwahrscheinlich. Das könnte ein wenig zu kurz gegriffen sein. So unverrückbar wer Mindestkurs derzeit bei 1,20 wirkt, ist er nämlich nicht. Entscheidend in diesem Zusammenhang ist die Inflationsentwicklung sowie die internationale Akzeptanz der Untergrenze.

Die USA haben kürzlich festgestellt, dass die Schweiz das einzige Industrieland ist, dass den Wechselkurs steuere, schrieb das US-Handelsministerium in seinem halbjährlich erscheinenden Bericht über die Wechselkurspolitik wichtiger Handelspartner. Für die internationalen Partner der Schweiz sind Eingriffe am Devisenmarkt nur tolerabel, um Deflationsgefahren zu bekämpfen.

Die Abwärtsrisiken für die Preisstabilität haben in den Eidgenossenschaft in den zurückliegenden drei Monaten spürbar nachgelassen. Die jährliche Teuerung stieg von -0,7 auf -0,2 Prozent. Wenn es in diesem Tempo weiter gehen sollte, dann läge die Inflationsrate zu Ostern 2013 bei etwa einem Prozent.

Als die Teuerung im Juni 2010 auf dieses Niveau stieg, beendete die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine erste Runde von Interventionen am Devisenmarkt, die sie ohne Nennung einer Untergrenze durchgeführt hatte. Vor diesem Hintergrund muss durchaus damit gerechnet werden, dass die Schweiz den Mindestkurs im nächsten Jahr auf 1,15 herabsetzt, weil sie sonst als Währungsmanipulator dastehen könnte.