08.12.12

CHF Prognose 2013 DZ Privatbank: Euro auf 1,25 CHF eingenordet

Ähnlich wie die Europäische Zentralbank (EZB) den Kauf von Staatsanleihen klammer Euroländer konditioniert, knüpft die DZ Privatbank Bedingungen an ihre Schweizer Franken Prognose. Der Eurokurs habe das Potential auf 1,25 CHF zu steigen, was auf die deutliche Überbewertung des Frankens zurückzuführen sei. Allerdings müssten zunächst einige Annahmen eintreffen.

Der Kurs des Euros hat die erste Dezemberwoche auf 1,2076 CHF beendet. Das ist knapp ein Rappen unterhalb des Dreimonatshoch bei 1,2167, auf das die Gemeinschaftswährung zur Wochenmitte geklettert war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,2077 fest (Donnerstag: 1,2114). Die eidgenössische Währung kostet offiziell 82,80 Euro-Cents.


„Dem Euro würde sich dann ein Zuwachspotential auf rund 1,25 Schweizer Franken eröffnen“, schreiben die Devisenexperten der DZ Privatbank in einer aktuellen Investorenmitteilung. Der Spielraum für eine Abschwächung des Schweizer Frankens entstehe jedoch nur, wenn sich Europas Staatsschuldenkrise und die Furcht vor einer globalen Rezession stabilisierten und anschließend beruhigten.

Mindestkurs

Der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bei 1,20 pro Euro ins Leben gerufene Mindestkurs steht wie ein Fels in der Brandung. Hintergrund ist die Entwicklung der Schweizer Teuerung sowie die internationale Akzeptanz des Mindestkurses. Die jährliche Inflationsrate fiel im November auf -0,4 Prozent nach -0,2 Prozent im Oktober.

Akute Deflationsgefahren legitimieren die Eingriffe der Schweiz am Devisenmarkt. Die Eidgenossenschaft ist das einzige Industrieland, das seinen Wechselkurs steure, hatte kürzlich das US-Handelsministerium festgestellt. Allerdings bleibt der SNB gar nichts anderes übrig als ausländische Devisen zur Erhöhung der Geldmenge und Bekämpfung der Deflationsrisiken zu kaufen. Der inländische Bondmarkt ist zu klein.