12.11.12

Gewinnen die Bullen bei EUR/CHF 1,2051 wieder die Oberhand?

Zum Wochenauftakt versucht der Euro gegenüber dem Schweizer Franken ein wenig Boden gutzumachen. Die Gemeinschaftswährung steigt im frühen Handel auf 1,2057 CHF nach 1,2051 CHF am Freitag. Gegenüber dem US-Dollar steht für den Euro erneut die Marke bei 1,27 zur Disposition. Anschließend könnte das Zweimonatstief bei EUR/USD 1,2690 verschoben werden.

Der Wechselkurs des Euros zum Franken ist um eine charttechnische Unterstützung bei 1,2055 reicher. In den zurückliegenden fünf Wochen prallte die Einheitswährung dreimal an diesem Niveau nach oben ab. Den Bullen dürfte die Abpraller jedoch nicht genug sein. Sie gewinnen erst die Oberhand, wenn der Eurokurs einen Widerstand bei 1,2078 durchbrechen sollte.


„Dank der leichten Entspannung der Staatsschuldenkrise im Euroraum muss die Schweizerische Nationalbank nicht mehr gegen eine Aufwertung des Franken intervenieren. Unser Modell für den EUR-CHF-Kurs zeigt aber, dass der Euro ohne die von uns erwartete weitere Stimmungsaufhellung kaum signifikant über die SNB-Verteidigungslinie von 1,20 EUR-CHF aufwerten dürfte“, erklärt Dr. Michael Schubert in dem aktuellen Wochenheft der Commerzbank.

Nach einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung im Frühjahr gelang dem Eurokurs zum Ende des dritten Quartals ein Befreiungsschlag. Das Währungspaar kletterte zwischen dem 4. September und 17. September ohne Anschubfinanzierung der Nationalbank von 1,2006 auf 1,2182 (+1,47 Prozent). Es folgte die Einleitung des bis heute andauernden kurzfristigen Abwärtstrends.

Wenn das Zweimonatstief vom Freitag bei 1,2051 hält, könnte sich der Eurokurs stabilisieren. Vieles spräche für eine mehrwöchige Seitwärtsphase, deren obere Begrenzung bei 1,2078 liegen würde. Sollte der Euro in den nächsten Tagen auf einen Schlusskurs unter 1,2050 purzeln, bestünde Abstiegspotential bis zur Unterstützung bei 1,2030.