27.09.12

Schweizer Franken Prognose 2013: Euro bis Februar auf 1,23 CHF

Euro CHF Prognose-Kurse:
- November 2012: 1,22
- Februar 2013: 1,23
- Mai 2013: 1,24
- August 2013: 1,25

Die Schweizer Franken Prognosen der National-Bank pendeln zwischen EUR/CHF 1,22 und 1,25. Das in Essen ansässige Geldinstitut, das einen ähnlichen Namen trägt wie die eidgenössische Zentralbank, sieht den Eurokurs auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu den anderen Banken, deren Ausblicke für 2012 durchschnittlich bei 1,20 und für 2013 bei 1,23 liegen, ist man ungleich optimistischer.

Die National-Bank erwartet über den einjährigen Prognosezeitraum einen kontinuierlichen Anstieg des Euros. „Der Instrumentenkasten der Schweizerischen Notenbank ist wohl gefüllt, so dass die Verteidigung der Interventionsgrenze u.E. auch weiterhin gelingen wird. Wir gehen auf Jahressicht lediglich von einer leichten Abwertung des CHF auf Kurse um 1,25 aus“, heißt es in einem Prognosekommentar vom 4. September 2012.

Damals hatte der Eurokurs noch bei 1,2008 CHF geklebt. Der für die Verhältnisse des EUR/CHF Devisenpaars steile Anstieg begann einen Tag später. Bis zum 17. September kletterte der Eurokurs auf 1,2182 CHF. Zuletzt notierte er bei 1,2090 CHF, wodurch die November-Prognose der National-Bank bei 1,22 wieder in die Ferne rückt.

Spanien-Jahr

„Da hilft es wenig, dass der deutsche Finanzminister die Auffassung vertritt, Spanien müsse gar nicht unter den Rettungsschirm. Der Markt sieht das wohl anders“, schreibt die National-Bank in einem Kommentar zur aktuellen Lage Spaniens. Die Zinsen für spanische Zehnjahrespapiere kletterten über die Marke von sechs Prozent, nachdem Ministerpräsident Rajoy sagte, er werde nur Hilfe beantragen, wenn die Zinsen andauernd hoch blieben.

Ein weiteres „Ja, aber Interview“ der spanischen Regierung verunsichert derzeit die Finanzmärkte. Unterdessen musste Spanien sein Haushaltsdefizit für 2011 abermalig nach oben korrigieren. Der Fehlbetrag liegt nun bei 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In der ersten Jahreshälfte verschärften die Iberer mit ihren Bankenproblemen die Schuldenkrise, in der zweiten Jahreshälfte ist es die Unentschlossenheit über einen Hilfsantrag.