16.08.12

BayernLB bestätigt optimistische EUR/CHF Prognose 2013 bei 1,23

Die Bayerische Landesbank traut dem Eurokurs eine Erhöhung zu. Ob sich die Schweizer Franken Prognose bei EUR/CHF 1,23 bis Mai 2013 als richtig herausstellt, bleibt abzuwarten. Unter den Devisenexperten wächst derzeit das Lager der Mindestkurs Pessimisten. Immer mehr Banken rechnen auch im nächsten Jahr mit einem Klebenbleiben des Euros bei 1,2000 CHF. Morgan Stanley prognostiziert gar das Ende der Untergrenze.

Von einem solchen Szenario will die BayernLB nichts wissen. Das Münchener Geldhaus bekräftigt im August seine CHF Prognose. Bis November 2012 werde der Eurokurs bei 1,20 CHF verharren. Anschließend gehe es schrittweise nach oben: Im Februar 2013 auf EUR/CHF 1,21, im Mai 2013 auf 1,23 und im August 2013 auf 1,24. Dazu schreibt die Landesbank in ihre Investorennotiz „Prognose-Update August 2012“:

„Wir rechnen unverändert damit, dass der überbewertete Franken angesichts der angespannten Situation im Euro-Raum in den nächsten Monaten weiter in der Nähe des Mindestkurses von 1,20 Franken je Euro seitwärts tendiert und bei weiteren Fortschritten bei der Bewältigung der Staatsschuldenkrise – und einer entsprechend rückläufigen Risikoaversion – auf Jahressicht auf 1,24 Franken je Euro abwertet.“

Es handelt sich um die gleiche Textpassage wie im „Prognose-Update Juli 2012“. Vor dem Hintergrund eines recht flauen Devisenhandels im August und der zurückgegangenen Volatilität, bekräftigt die Bayerische Landesbank ihre Vorhersage der wahrscheinlichen Kursentwicklung des Devisenpaars Euro Schweizer Franken.

Zu einer vollkommenen anderen Schlussfolgerung kommt die Londoner Niederlassung der US-Bank Morgan Stanley. Dort rechnet man mit einem Bruch des Mindestkurses, sagte der Chef für Währungsstrategie, Hans-Günter Redeker, dem TV-Kanal Bloomberg. Sobald die Schweizer Teuerung steige und die Deflationsgefahren verschwänden, müsste die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Untergrenze aufgeben.

Die SNB beendet im Juni 2010 den ersten Versuch sich gegen die Frankenstärke zu stemmen. Ex-Notenbankchef Philipp Hildebrand gab das Eingreifen an den Märkten auf, nachdem die Teuerung auf 1,1 Prozent geklettert war. Derzeit liegt die Inflationsrate bei -0,7 Prozent. Die Nationalbank begründet die Notwendigkeit des Mindestkurses auf internationaler Ebene in erste Linie mit Deflationsgefahren.