18.04.12

Schweizer Konjunkturdaten überzeugen Mindestkurs-Kritiker

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat durch die Einführung des Mindestkurses der Exportwirtschaft ein Riesen-Geschenk gemacht. So hellt sich KMU-Exportindikator weiter auf und steigt im zweiten Quartal 2012 auf -0,33 Zähler. Im Vorquartal lag der Index von Credit Suisse und dem Außenwirtschaftsförderer OSEC bei -0,63 Zählern.

„Die meisten Schweizer Exportbranchen sind gut positioniert“, resümieren OSEC und Credit Suisse. „Die Sorgen über die Frankenstärke haben gegenüber den Vorquartalen etwas abgenommen. 75 Prozent der befragten kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) geben an, dass der starke Franken negative Auswirkungen auf ihre Gewinnmargen hat. Im Vorquartal waren es 79 Prozent.“

Am Devisenmarkt notiert der Schweizer Franken aktuell bei 1,2023 per Euro. Das Devisenpaar befindet sich in einem leichten Erholungsmodus, nachdem es Übernacht auf 1,2012 fiel. Derweil sinkt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar von 1,3170 auf 1,3070. Die Gemeinschaftswährung steht kurz davor das zum Wochenauftakt bei 1,2995 markierte Zwei-Monats-Tief zu unterbieten.

Der KMU-Exportindikator zeigt, dass die Unternehmen der Konsumgüterindustrie am optimistischsten hinsichtlich der Entwicklung ihrer Ausfuhren sind. Es folgen Chemie- und Pharmabranche, Elektrotechnik, Dienstleistungen und Metallindustrie. In der Elektro- und Metallindustrie sei der Druck auf die Gewinnmargen im Zuge der Frankenstärke am ausgeprägtesten, erläutern die OSEC-Experten.

Europa bleibt der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Exporteure. So beabsichtigen 95 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten sechs Monaten Waren und Dienstleitungen im europäischen Ausland abzusetzen. Deutschland ist mit 80 Prozent unangefochtener Spitzenreiter, gefolgt von Österreich und Frankreich (jeweils 52 Prozent).