19.04.12

Jordan Ernennung lässt Eurokurs kalt, Taucher auf 1,2016 CHF


Keinen nachhaltigen Effekt auf den Eurokurs CHF hat die Ernennung Thomas Jordans zum dauerhaften Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Ein Anstiegsversuch bleibt bei EUR/CHF 1,2033 stecken. Aktuell tendiert das Devisenpaar wieder Richtung Mindestkurs und steht bei 1,2016.

„Es gibt derzeit keinen Anlass über eine Anhebung des Mindestkurs zu diskutieren“, sagte Jordan nach seiner Berufung zum SNB-Gouverneur. „Der gesamt Bankrat steht hinter der Wechselkursuntergrenze, welche wir auf jeden Fall verteidigen werden, ganz gleich was an den Finanzmärkten passiert. Die Untergrenze ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine absolute Notwendigkeit.“

Neben der Ernennung Jordans beruft der Bundesrat Fritz Zurbrügg in das Dreier-Direktorioum der SNB. Jean-Pierre Danthine steigt zum Vizepräsident der Nationalbank auf. Zurbrügg arbeitete zuvor beim Internationalen Währungsfonds (IWF) im Bereich von Finanzierungsfragen und als Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV).

Aus technischer Sicht verpassen die Verteidigungshändler der SNB den kurzfristigen Anstieg auf EUR/CHF 1,2033 ausnutzen. So hätte man Gelegenheit gehabt, den Eurokurs wieder über der Marke von 1,2030 zu etablieren und damit den Taucher vom Gründonnerstag von 1,2039 auf 1,1990 auszumerzen.

Der Euro notiert zum Schweizer Franken aktuell bei 1,2016, wodurch der Gegenwert der eidgenössischen Währung 83,20 Euro-Cents beträgt. Gegenüber dem Dollar drängt es den Euro ebenfalls nach unten. Das Devisenpaar fällt in wenigen Stunden von EUR/USD 1,3164 auf 1,3115.