10.03.12

Schweizer Franken Prognose: Euro auf 1,30 CHF, aber erst 2013

Die Schweizer Franken Prognose der DZ Privatbank liegt bei EUR/CHF 1,30. Eine nachlassende Dynamik der eidgenössischen Wirtschaft sowie die anhaltende Frankenstärke werden als Gründe genannt. Der hohe Frankenkurs schlage sich negativ im Export und auf den Arbeitsmarkt nieder. Auch eine Anhebung des Euro CHF Mindestkurses sei vorstellbar.

Aktuell steht der Eurokurs bei 1,2054 CHF und kommt kaum vom Fleck. Die Mikrobewegungen zwischen EUR/CHF 1,2040 und 1,2068 gehen in die vierte Handelswoche. Wenn sich die Schweizer Franken Prognose 2013 der DZ Privatbank bewahrheiten sollte, dann würde der Eurokurs in den nächsten 11 Montane um +7,84 Prozent steigen.


„Die Schweizerische Nationalbank hat angekündigt, die festgesetzte Untergrenze mit allen Mitteln zu verteidigen“, schreiben die Devisenexperten der DZ Privatbank. „Dies sollte ihr gelingen, weil die SNB den Schweizer Franken unbegrenzt drucken und anbieten kann, um gegen einen Frankenaufwertung vorzugehen.“

Derweil vermindern sich die Abwärtsrisiken bei der Schweizer Teuerung. Die Monatsteuerung befand sich im Februar mit 0,3 Prozent zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder im positiven Terrain. Die aktuelle Teuerungsprognose des Bundesamtes für Statistik (BFS) sieht auf Jahressicht eine Inflationsrate von -0,4 Prozent für 2012 und +0,4 Prozent für 2013. Die Jahresteuerung lag im Februar 2012 bei -0,9 Prozent gegenüber Februar 2011.

Angesichts der geringen Bewegungen des Euro CHF Kurses erscheint die Schweizer Franken Prognose der in der Schweiz und Luxemburg ansässigen DZ Privatbank gewagt. Die Schwankungen könnten jedoch wieder zunehmen, wenn ein dauerhafter Nachfolger für den Chefposten bei der Schweizerischen Nationalbank gefunden worden ist.

Der Bankrat überprüfte die Finanztransaktionen von Interims-Präsident Thomas Jordan und gab grünes Licht. Damit ist Jordan der aussichtsreichste Kandidat im April vom Bundesrat zum SNB-Gouverneur ernannt zu werden. Sein Vorgänger Philipp Hildebrand musste aufgrund von umstrittenen Devisentransaktionen seiner Frau Kaysha Hildebrand zurücktreten.