16.03.12

Eurokurs buddelt sich wieder ein und sinkt auf 1,2064 CHF


Der Euro kann seine Gewinne nicht halten und muss zusehen wie der Schweizer Franken Richtung Mindestkurs marschiert. Das Devisenpaar fällt in den letzten Stunden von EUR/CHF 1,2145 auf 1,2064. Derweil spricht das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) von Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung in der Schweiz.

Für den Eurokurs geht es aktuell wieder bergab. So wird der Ausflug der europäischen Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,21 Schweizer Franken zu einem Kurztrip. Spiegelverkehrt sieht es beim Wechselkurs Euro Dollar aus. Dieser beendet eine Talfahrt bei EUR/USD 1,3005 und steigt anschließend auf 1,3185. Der Dollarkurs CHF fällt von 0,9333 auf 0,9150.

„Seit Jahresanfang hat sich die Euro-Schuldenkrise leicht entspannt. Die Konjunkturumfragen der Schweiz zeigen erste Stabilisierungstendenzen“, meldet das SECO im Rahmen seiner vierteljährlichen Konjunkturprognose. „Die Expertengruppe rechnet mit einem Wirtschaftswachstum 2012 von 0,8 Prozent und für das Jahr 2013 von einem BIP-Anstieg um 1,8 Prozent.“

Damit sind die Vertreter der Finanzpolitik ein wenig pessimistischer als die Geldpolitiker der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Die Währungshüter erwarten für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Außerordentlich pessimistisch ist das SECO für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. So prognostizieren die Wirtschaftsweisen eine Erhöhung der Arbeitslosenrate bis 2013 um 0,3 auf 3,7 Prozent.

Schwache Konjunkturdaten aus Italien geben Devisenhändler einen zusätzlichen Grund den Euro zu verkaufen. Das Handelsbilanzdefizit der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone fällt mit einem Minus von 4,35 Milliarden Euro deutlich schlechter aus als erwartet. Analysten hatten für den Berichtsmonat Januar 2011 mit einem Überschuss von 1,6 Milliarden Euro gerechnet.