21.03.12

Eine Woche nur Minus: Euro CHF Kurs bei 1,2055 eingepfercht

Am Devisenmarkt bekommt der Euro gegenüber dem Schweizer Franken kein Bein auf den Boden. Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich seit einer Woche auf einer ununterbrochenen Talfahrt. Die Marke bei EUR/CHF 1,22, die vor acht Tagen noch in greifbarer Nähe war, erscheint unerreichbar. Stattdessen geht es wieder Richtung Mindestkurs.

Das Währungspaar fällt zwischen dem 14. März und dem 21. März von EUR/CHF 1,2145 auf 1,2055 (-0,74 Prozent). Unterdessen beendet der Euro Dollar Wechselkurs einen Anstieg bei 1,3284. Mit der Devisennotierung geht es auf EUR/USD 1,3212 nach unten, nachdem der Fed-Chef von Minneapolis eine Straffung der Geldpolitik noch in diesem Jahr in Aussicht stellte.

„Für eine weitere Lockerung sehe ich keinen Anlass“, sagte Narayana Kocherlakota in seiner Funktion als Präsident der Fed von Minneapolis. Wenn das US-Wirtschaftswachstum wie prognostiziert verlaufe, gehe er (Kocherlakota) davon aus, dass die weit geöffneten Geldschleusen 2012 oder 2013 allmählich geschlossen werden würden.

Zinsentwicklung

Volkswirte rechnen mit einer diesjährigen Erhöhung des amerikanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) zwischen zwei und 2,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält noch an seiner Prognose von 1,8 Prozent fest. Diese könnte jedoch im April nach oben korrigiert werden, deutete IWF-Chefin Christine Lagarde bereits an.

Bessere Konjunkturperspektiven, und nicht die Angst vor einem Zahlungsausfall wie in vielen Euroländern, gelten auch als Antriebsfeder für die steigenden Umlaufrenditen von US-Staatsanleihen. Die Zinskupons für die Zehnjährigen erhöhten sich in den letzten zwei Wochen von 1,94 auf 2,38 Prozent.

Eine ähnliche Zinsentwicklung ist bei Schweizer Staatsanleihen zu beobachten, nachdem die Nationalbank in ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 15. März 2012 schrieb, dass sie „ein moderates Wirtschaftswachstum von gegen 1% erwartet“. Eidgenössischen Bundesobligationen mit einer Laufzeit von zehn Jahren steigen in den letzten neun Tagen von 0,71 auf 0,97 Prozent.