29.02.12

Prognose Schweizer Franken 2012: Danske Bank sieht EUR/CHF 1,24

Die Devisenexperten der dänischen Danske Bank machen eine negative Schweizer Franken Prognose 2012. So rechnet das größte Geldhaus Dänemarks mit einem Anstieg des Euro auf 1,24 CHF bis Mitte August 2012. Aktuell steht das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,2055 und befindet sich in einer extrem engen Handelspanne, die durch äußerst geringe Schwankungen geprägt ist.

Als Gründe für die Schweizer Franken Prognose führt die Danske Bank eine Abschwächung des Schweizer Wirtschaftswachstums in Verbindung mit einer weniger dynamischen Exportnachfrage an. Darüber hinaus verweist man auf die Frankenstärke. Dieser sei um 14 Prozent gegenüber dem Euro überbewertet, wenn man eine Berechnung eines gleichgewichtigen Wechselkurses basierend auf der Kaufkraftparität heranziehe.

Das KOF Konjunkturbarometer verharrt weiterhin im negativen Terrain und signalisiert damit ein Rückgang des Schweizer Wirtschaftswachstum. Der von der Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule heraus gegebene Index verbessert sich zwar von -0,15 auf -0,12 Punkte. Allerdings deute sich an, dass das Schweizer Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten leicht sinken dürfte, meldet die Konjunkturforschungsstelle.

Machtvakuum

Was die Schweizer Franken Prognose 2012 erschwert, ist die Interimslösung an der Spitze der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf möchte bisher den SNB-Vizepräsidenten Thomas Jordan nicht zum dauerhaften Notenbankchef ernennen und will sich bei der Suche nach einem Nachfolger für Philipp Hildebrand bis April Zeit lassen.

Für die Verteidigung der Wechselkursuntergrenze bei EUR/CHF 1,2000 wäre jedoch eine rasche Nachfolgeregelung hilfreich. So muss die Nationalbank nicht nur durch aktive Devisenmarktinterventionen den Mindestkurs verteidigend. Entscheidend ist auch die Rhetorik. Jordan kann die Geldpolitik nicht mittel- bis langfristige ausrichten, weil er nicht weiß, ob ihm Widmer-Schlumpf einen neuen Chef vor die Nase setzt.