2.2.12

Euro will raus aus Abwärtsstrudel, Anstieg 1,2030 auf 1,2065 CHF

Der Euro kann wiederbelebt werden und befreit sich aus einer sechstägigen Talfahrt. So lässt der Schweizer Franken die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,2065 gewähren. Am Vortag fiel der Eurokurs auf 1,2030 CHF und markierte den niedrigsten Stand seit dem 14. September 2011. Nur durch umfangreiche Devisenmarktinterventionen konnte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 verteidigen.

Rückenwind bekommt der Euro auch durch schwache Schweizer Exportzahlen. So erwirtschaftete die Eidgenossenschaft im Dezember 2011 einen Handelsbilanzüberschuss von lediglich 2,07 Milliarden Sfr. Analysten rechneten mit einem positiven Saldo zwischen Ausfuhren und Einfuhren in Höhe von 2,85 Milliarden Sfr. Darüber hinaus korrigierte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) den Außenbeitrag für den Berichtsmonat November 2011 von 3,00 auf 2,95 Milliarden Sfr nachträglich nach unten.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Eurokurs immer noch in einer engen Handelspanne zwischen 1,2000 und 1,2120 CHF. Unterstützungen für die Gemeinschaftswährung befinden sich naturgemäß beim Mindestkurs von 1,2000, dem September-Tief von 1,2122 und dem gestrigen 4,5 Monatstief bei 1,2130. Technische Widerstände liegen bei 1,2065 und 1,2110. Das Widerstandsniveau knapp über 1,21 gilt als Knackpunkte. Wenn dieser Widerstand reißt, könnte es rasch über 1,22 gehen.


Unterdessen entfernt sich der Dollarkurs CHF immer weiter von der Parität. Das Devisenpaar steht aktuell bei USD/CHF 0,9168, wodurch der Schweizer Franken einen Gegenwert von 1,09 Dollar hat. Am 9. Januar 2011 notierte der Dollarkurs noch bei 0,9594 CHF (=1,04 Dollar) und erreichte ein Elf-Monats-Hoch. Die Aussicht auf eine dritte quantitative Lockerung (QE3) in den USA lässt die US-Währung derzeit in den Keller rauschen.

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