1.2.12

Die SNB lässt den Eurokurs auf 1,2030 CHF nach unten prasseln


Am Devisenmarkt fällt der Eurokurs heute auf 1,2030 Schweizer Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lässt die Kursentwicklung gewähren und nimmt dabei eine vorübergehende Zerschlagung der Wechselkursuntergrenze bei EUR/CHF 1,2000 billigend in Kauf. Derweil trüben sich Schweizer Konjunkturdaten immer stärker ein.

Die Detailhandelsumsätze kletterten im Dezember 2012, trotz Weihnachtsgeschäft, deutlich weniger als erwartet. So verbuchten die Einzelhändler zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011 ein Umsatzplus von 0,6 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg in Höhe von 1,6 Prozent gerechnet, auch weil die Umsätze im November 2011 noch um 1,8 Prozent zulegten.

Einen Rückgang der eidgenössischen Industrieaktivität zeigt der Einkaufsmanagerindex (PMI). Dieser fällt von 49,1 auf 47,3 Punkte und befindet sich weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50,0 Zählern. Die Herausgeber des PMI Indexes, Credit Suisse und procure.ch machen das Hin und Her bei der Schuldenkrise für den schwankenden Indexverlauf verantwortlich.

Im Dezember 2011 hatten die Herausgeber zunächst einen PMI-Indexstand von 50,7 Zählern gemeldet. Allerdings musste man den Wert nachträglich auf 49,1 Punkte nach unten korrigieren. Anders als beim UBS Konsumindikator scheint die Talsohle beim Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe noch nicht durchschritten worden zu sein.

Neben dem Schweizer Franken erfreut sich die Hartwährung Gold weiterhin unbegrenzter Beliebtheit. Der Goldkurs klettert von 1.440,50 auf 1.606,40 Franken (+11,52 Prozent) zwischen dem 29. Dezember 2011 und dem 1. Februar 2012. Derweil steigt die Goldpreisentwicklung in Dollar auf 1.748,50 USD je Feinunze (31,1 Gramm) und markiert ein Zwei-Monats-Hoch.

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