30.01.12

Schweizer Franken Kurs nach WEF in Davos bei 1,2049 per Euro


Der Schweizer Franken drückt den Euro World Economic Forum (WEF) in Davos noch tiefer in den Keller. So fällt der Eurokurs zum Wochenauftakt auf 1,2049 CHF und markiert die niedrigsten Stand seit dem 19. September 2011. Der eidgenössische Franken verteuert sich auf 82,99 Euro-Cents. Bei 83,33 Euro-Cents liegt bereits die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Höchstgrenze.

Scheibchenweise gibt die Nationalbank den Abstand zum Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 preis. So verteidigten die Notenbanker bisher die Marke von 1,2060. Nun versucht man offenbar den Eurokurs über 1,2050 CHF zu halten, um eine Verteidigungslinie aufzubauen. Devisenexperten gehen davon aus, dass die SNB bald von einem passiven- in einen aktiven Interventionsstil übergehen könnte.

Um Investoren dazu bringen, ihre Franken gegen Euros einzutauschen, müsse die Schweizerische Nationalbank (SNB) den ersten Schritt machen, meint der Devisenexperte George Saravelos von der Deutschen Bank. Der Devisenstratege für G10 Währungen von Deutschlands größtem Geldhaus rechnet in den nächsten Tagen mit aggressiven Franken-Verkäufen der SNB.

Der Überraschungseffekt könnte einen Unterschied machen. Wenn der interimistische Notenbankchef Thomas Jordan plötzlich die Käufe des Euros intensiviert und gleichzeitig immer mehr Franken auf dem Devisenmarkt abkippt, sollten ihm Investoren folgen, meint Saravelos. Es mache mehr sind den Mindestkurs aktiv als passiv durchzusetzen.