27.01.12

KOF Konjunkturbarometer schlittert ins negative Terrain

„Das Schweizer Wirtschaftswachstum wird in den nächsten Monaten leicht zurück gehen“, meldet die Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich im Zuge der Veröffentlichung ihres Konjunkturbarometers. Der Index fällt zum ersten Mal seit dem Jahr 2009 ins Minus. Derweil steht der Eurokurs kurzzeitig bei 1,2085 CHF und markiert ein Tageshoch.

Für das KOF Konjunkturbarometer ist es der achte Rückgang in Folge. Der Index sinkt von 2,30 auf -0,17 Zähler zwischen Mai 2011 und Januar 2012. Analysten gingen zwar von einem negativen Indexstand aus. Allerdings rechnete der Marktkonsens mit einem Indexstand von -0,06 Punkten. Einziger Lichtblick beim Konjunkturbarometer ist, dass die Stärke des Rückgangs ein wenig nachgelassen hat. Zwischen November und Dezember 2011 fiel der Index von 0,35 auf 0,01 Punkte.


Der Eurokurs CHF lässt sich durch Schweizer Rezessionsängste nur kurzfristig nach oben hieven. Bezeichnend für die extreme Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken ist, dass es der Währungskurs trotz miserabler eidgenössische Konjunkturdaten noch nicht einmal über die Marke von EUR/CHF 1,21 schafft.

Technische Analysten haben bei der aktuellen Euro Franken Kursentwicklung einen engen Seitwärtskanal ausgemacht. So pendelt das Devisenpaar seit Wochen zwischen einer technischen Unterstützung bei EUR/CHF 1,2060 und einem Widertand bei 1,2120. Solange nicht eines dieser Niveaus reißt, dürfte sich der träge Kursverlauf fortsetzen.

Zu beachten sind Devisenmarktinterventionen zwischen 1,2055-1,2060 seitens der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Verteidigung des Mindestkurses bei EUR/CHF 1,2000. Analysten sprechen bereits von einem Mini-Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2060, den die Nationalbank als zusätzlichen Verteidigungswall aufgebaut hat.