12.01.12

Hopfen und Malz verloren? Der Eurokurs verharrt bei 1,2110 CHF


Am Devisenmarkt sinkt der Eurokurs auf 1,2110 CHF im frühen europäischen Handel. Anschließend kann sich die Gemeinschaftswährung ein wenig erholen und steht um 11:00 Uhr MEZ bei 1,2135 Schweizer Franken. Händler gehen bereits in Deckung. Was macht die Schweizerische Nationalbank (SNB), wenn die Europäische Zentralbank (EZB) für einen Paukenschlag sorgt und den Leitzinssatz senkt?

Ein festhalten an dem Mindestkurs bei EUR/CHF 1,2000 scheint außer Frage. Allerdings müsste die Nationalbank im Falle einer EZB-Zinssenkung von 1,00 auf 0,75 Prozent mit einer Franken-Schwemme die Devisenmärkte regelrecht fluten, um die Untergrenze zu verteidigen. Eine Verringerung des Leitzinssatzes im Euroraum muss man auf der Rechnung haben, nachdem im Euroraum die Inflationsrate von 3,0 auf 2,8 Prozent und in Deutschland von 2,3 auf 2,1 Prozent fiel.

Goldrausch

Neben dem Schweizer Franken legt auch die Hartwährung Gold zu. So klettert das gelbe Edelmetall auf 1.653 Dollar bzw. 1.572 CHF per Feinunze. Die Goldpreisentwicklung markiert auf ein Vier-Wochen-Hoch. Analysten sprechen von einer steigenden Nachfrage nach physischem Gold aus der indischen Schmuckindustrie sowie im Vorfeld des chinesischen Neujahrs, das am 23. Januar 2011 beginnt.

Auf diesen fahrenden Zug springen nun Gold-Spekulanten auf und intensivieren das Aufwärtspotential. Die Goldpreisentwicklung 2011 in Schweizer Franken kletterte von 1.305 auf 1.470 CHF (+12,64 Prozent) zwischen Anfang Januar und Ende Dezember. Der Goldkurs in Franken hat auch Platz nach oben, weil der Wechselkurs der US-Währung gegenüber dem Schweizer Franken steigt.

Viele Devisenexperten rechnen mit einer baldigen Rückkehr über die Parität beim Dollarkurs CHF. Aktuell steht der Tageskurs bei USD/CHF 0,95. Die Familie Hildebrand hat im August 2011 bei einem Kurs von knapp unter USD/CHF 0,80 Franken in Dollar getauscht. Dieses Devisengeschäft liegt aktuell mit +20,25 Prozent in der Gewinnzone.