19.01.12

Fujifilm-Chef fordert Mindestkurs nach Schweizer Vorbild

Der Japanische Yen kann wie der Schweizer Franken vor Kraft kaum laufen. Nun bringt der Vorstandsvorsitzende von Fujifilm, Shigetaka Komori, einen Anbindung des Yen nach Schweizer Vorbild ins Gespräch. Devisenexperten winken bereist ab. Der Japanischen Yen ist nach Dollar und Euro die meist gehandelte Währung der Welt.

So dürfte auch Komori wissen, dass eine Kontrolle des Wechselkurses für die Bank von Japan kaum möglich wäre. Darüber hinaus würden die Japaner mit einer solchen Anbindung die G7-Regeln brechen. Allerdings erhofft sich der gewiefte Chef von Fujifilm offenbar durch seine öffentliche Forderung Zugeständnisse seiner Regierung auf anderer Ebene.

In der Schweiz hat man die Idee von Steuergutschriften für Exportunternehmen verworfen, weil die Umsetzung zu schwierig ist. Allerdings könnte der japanische Finanzminister Jun Azumi die Idee aufgreifen, um bei den Unternehmern nicht als Buhmann dazustehen und die Handlungsfähigkeit der Regierung zu unterstreichen.

Aktuelle Wechselkurse

Der Euro Yen Kurs erholt sich und steigt auf EUR/JPY 99,17. Dennoch ist die Gemeinschaftswährung im Land der aufgehenden Sonne immer noch spottbillig. Im Sommer 2008 stand der Währungskurs noch bei EUR/JPY 169,95. Seitdem hat der Euro gegenüber dem Japanischen Yen um -41,65 Prozent abgewertet. Dollar Yen notiert bei USD/JPY 76,90, CHF/JPY bei 81,84.

Unterdessen nimmt der Euro wieder die Jagd auf den Mindestkurs und fällt auf 1,2069 CHF. Nach einem kurzen Ausreißer am Vortag auf EUR/CHF 1,2135, geht es wider nach unten. Eine Verletzung des Mindestkurses bei EUR/CHF 1,2000 muss man weiterhin auf der Rechnung haben.