25.01.12

Franken verzettelt sich mit Ifo-Index, Euro wieder unter 1,21 CHF


Das Ifo Geschäftsklima klettert auf 108,3 Punkten und übertrifft die Erwartungen der Analysten. Allerdings kann der Eurokurs daraus kein Kapital schlagen und rutscht wieder unter der Marke von 1,21 Schweizer Franken ab. Besonders erfreulich ist der Teilindex zu den Geschäftserwartungen mit einem Anstieg von 98,6 auf 100,9 Punkte. Die derzeitige Geschäftslage wird mit 116,3 Punkten um 0,4 Punkte schlechter bewertet als im Dezember 2011.

Am Währungsmarkt beendet der Eurokurs seinen kurzfristigen Aufwärtstrend, der ihn in den letzten Stunden von 1,2061 auf 1,2108 Schweizer Franken führte, und rutscht wieder unter die Marke von EUR/CHF 1,21. Der Tageskurs steht um 12:30 Uhr bei 1,2090, wodurch der eidgenössische Franken in seinem Gegenwert auf 82,71 Euro-Cents steigt.

Durch das verbessert Geschäftsklima lassen sich Devisenhändler jedoch nicht davor abschrecken, den Euro Dollar Kurs nach unten zu befördern. So drückt die Dollarkursentwicklung den Euro in wenigen Minuten von 1,3050 auf 1,2980 USD (-0,55 Prozent). Die Tage der europäischen Gemeinschaftswährung über der Marke von 1,30 US-Dollar scheinen gezählt.

Die Probleme der Eurozone liegen in der zweit-, dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft. Frankreich, Italien und Spanien schlittern derzeit in Rezessionen. So prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) eine milde Rezession für den Euroraum. IWF-Chefin Christine Lagarde rechnet mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in dem 17 Länder umfassenden Währungsblock um -0,5 Prozent.

Wegen der Frankenstärke könnte es für die exportlastige Schweizer Wirtschaft eng werden. Zwar rechnen Nationalbank und Finanzhäuser-Ökonomen mit einem Wirtschaftswachstum 2012 zwischen 0,2 und 0,5 Prozent. Allerdings kann eine leichte Schrumpfung des eidgenössischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aufgrund der hohen Abhängigkeit von der Eurozone nicht ausgeschlossen werden.