15.12.11

Eurokurs Kopplung bleibt bei 1,20 CHF, Nationalbank bleibt hart

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Mindestkurs bei EUR/CHF 1,20. Damit enttäuschen die Währungshüter in erster Linie die Arbeitgeberverbände, welche auf einen Anhebung der Wechselkursuntergrenze zum Euro auf 1,30 CHF hofften. Auch das Zielband für den Drei-Monats-Libor (Leitzins) bleibt unverändert bei 0-0,25 Prozent. Derzeit liegt der Leitzinssatz bei 0,05 Prozent.

Am Devisenmarkt wird der Eurokurs aktuell abgestraft. So rauscht die europäische Gemeinschaftswährung in den Keller gegenüber dem Schweizer Franken. Im Rahmen einer vierstündigen Talfahrt fällt der Euro von 1,2395 auf 1,2252 CHF. Technische Analysten wollen den Bruch des November-Tiefs bei EUR/CHF 1,2235 sehen, damit sich der Abwärtsdrall beschleunigt.

Quelle: Schweizerische Nationalbank (SNB).

Die Schweizer Teuerung 2012 werde bei -0,3 Prozent liegen, prognostiziert die Nationalbank im Rahmen ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung. Für das Wirtschaftswachstum erwarten die Notenbanker einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von +0,5 Prozent. Für das laufende Jahr zurrt die SNB ihre Prognose zur Teuerung bei +0,2 Prozent und für die Erhöhung des Wirtschaftsleistung bei 1,75 Prozent fest.

Eine massive Aufwertung des Schweizer Frankens belaste die Wirtschaft erheblich, schreibt die SNB. So sei das internationale Umfeld von enormer Unsicherheit geprägt und man dürfe eine weitere Eskalation der Schuldenkrise nicht ausschließen. Aufgrund der engen Verflechtung mit den Euroraum seien die Schweizer Konjunkturaussichten sehr stark von dem weiteren Verlauf der Krise abhängig.

Unterdessen knickt der Dollarkurs CHF ein wenig ein und fällt um -1,50 Prozent auf 0,9403. Wenige Stunden zuvor kletterte der Wechselkurs auf USD/CHF 0,9546 war damit so teuer wie zuletzt am 17. Februar 2011. Devisenexperten rechnen mit einer Fortsetzung des steilen Anstiegs in Verbindung mit einer Kursentwicklung oberhalb der Parität bis zum Ende des ersten Quartals 2012.