24.10.11

Eurokurs aktuell aktiviert Kaufsignal


Der Eurokurs befindet sich in einem Aufwärtstrend gegenüber dem Schweizer Franken. Aktuell ist die europäische Gemeinschaftswährung im Gange an der Trendlinie abzuprallen und ein Kaufsignal auszulösen. Rückendeckung erhält der Eurokurs auch durch den EU-Gipfel-Marathon. Die geplanten Entscheidungen in Bezug auf Griechenland, den Rettungsschirm und die Banken gehen offenbar in die richtige Richtung.

Technische Analysten rechnen nach dem dritten Kontakt mit der Trendlinie mit einer steigenden Euro Kursentwicklung. Damit sich der Aufwärtsdrang bestätigt, müsst der Eurokurs den charttechnischen Widerstand bei 1,2435 CHF hinter sich lassen. Anschließend wäre der Weg frei für einen Anstieg über die Marke von EUR/CHF 1,25 und bis zum nächsten Widerstand bei 1,2730.

Aktuelle Konjunkturdaten liefern ein gemischtes Bild über die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum. Die Industrieproduktion in den 17 Euroländern stieg mit +1,9 Prozent deutlich stärker als prognostiziert worden war. Analysten hatten mit einer Erhöhung des industriellen Outputs um +0,1 Prozent gerechnet für den Berichtsmonat August 2011 gegenüber dem Vormonat.

Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus dem verarbeitenden Gewerbe fallen deutlich schlechter aus als erwartet. Der deutsche PMI sank von 50,3 auf 48,9 Zähler im Oktober 2011. Damit befindet sich der Index unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert eine wirtschaftliche Kontraktion. Frankreichs PMI legte zwar leicht zu von 48,2 auf 49,0 Punkte, signalisiert aber ebenfalls eine wirtschaftliche Abkühlung.

EZB, Berlusconi

Unterdessen sorgt ein Streit zwischen Frankreich und Italien an den Devisenmärkten für Erheiterung. Paris hat den italienischen Kandidaten Mario Draghi für die Nachfolge des scheidenden Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, unterstützt. Im Gegenzug erwarten die Franzosen, dass das italienischen EZB-Direktoriumsmitglied, Lorenzo Bini Smaghi, seinen Stuhl für einen französischen Geldpolitiker räumt.

Allerdings will Smaghi offenbar nicht zurücktreten, weil Ministerpräsident Berlusconi ihn nicht zum Chef der italienischen Notenbank berufen hat. Berlusconi zeigte sich ratlos, fragte was er tun könne und parodierte, er könne Smaghi ja nicht umbringen.