17.5.11

Schweizer Franken Kurs wieder extrem teuer mit 80 Euro-Cents

Am Devisenmarkt konnte der Schweizer Franken zum Wochenauftakt abermalig zulegen. Sein Außenwert verteuerte sich auf 79,91 Euro-Cents. Die Gemeinschaftswährung fiel während des asiatischen Handelsgeschehens am Dienstag auf 1,2514 Franken. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den offiziellen Referenzkurs auf EUR/CHF 1,2542 festgesetzt.

Im Euroraum ist die Kerninflationsrate stärker gestiegen als ursprünglich prognostiziert worden war. Die Teuerung, welche Energie-, Lebensmittel- Alkohol- und Tabakpreise herausrechnet, erhöhte sich um +1,6 Prozent im April 2011. Zuvor hatte die europäische Statistikbehörde Eurostat einen Anstieg in Höhe von +1,5 Prozent errechnet. Die erste Schätzung des harmonierten Verbraucherpreisindex für Euroland von +2,8 Prozent wurde bestätigt.

Die Kursentwicklung der Gemeinschaftswährung zum Schweizer Franken konnte sich nicht erholen, nachdem die Eurogruppe ein 78 Milliarden schweres Hilfspaket für Portugal absegnete. Griechenland bleibt das größte Sorgenkind des Euroraums. Mittlerweile sprechen EU-Politiker von einer Umprofilierung des griechischen Schuldenberges. Das Wort Umschuldung ist weiterhin ein Tabu. Bei einer Umprofilierung könnten die Laufzeiten von griechischen Staatsanleihen verlängert werden, sagte Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker.

Der Schweizer Franken Kurs hat weiterhin die Realzinsen auf seiner Seite. Eidgenössische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentieren derzeit bei 1,92 Prozent. Zieht man davon die jährliche Teuerung von 0,3 Prozent ab, so bleibt Investoren eine Realverzinsung in Höhe von +1,62 Prozent.

Bei vergleichbar sicheren deutschen Staatsanleihen erhalten Anleger unter den Strich deutlich weniger. Die Umlaufrenditen von Bundesanleihen der Bundesrepublik Deutschland mit einer Laufzeit von zehn Jahren notieren aktuell bei 3,11 Prozent. Subtrahiert man davon die deutsche Inflationsrate von 2,4 Prozent, so liegt die Realverzinsung bei +0,71 Prozent.

Insbesondere deutschen Investoren finden in der Schweiz auch eine ideale Destination vor, um sich vor den Staatsschuldenkrisen in Griechenland, Portugal und Irland zu schützen. Vor diesem Hintergrund gilt das Aufwärtspotential des Euro gegenüber dem Schweizer Franken gegenwärtig als limitiert.

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