07.05.11

Eurokurs aktuell sinkt auf 1,2580 CHF, Griechen erwägen Euro-Ausstieg


Der Eurokurs aktuell ist gegenüber dem Schweizer Franken auf ein Sieben-Wochen-Tief gefallen. So rauschte der Wechselkurs runter von EUR/CHF 1,2747 auf 1,2580. Neue Besorgnisse um Griechenland haben die europäische Gemeinschaftswährung unter Verkaufsdruck gebracht. Spiegel-Online berichtet, dass Athen einen Austritt aus dem Euro-Währungsraum erwäge sowie von einem Geheimtreffen wichtiger Euroländer in Luxemburg.

Am Devisenmarkt hat der Euro seine Talfahrt nach der Veröffentlichung des amerikanischen Arbeitsmarktberichtes fortgesetzt. So wurden in den USA unter dem Strich 244.000 neue Arbeitsplätze geschaffen im Berichtsmonat April 2011. Die Erwartungen der Analysten, welche mit einem Stellenzuwachs in Höhe von 185.000 gerechnet hatten, würden übertroffen. Nachdem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (474.000 anstatt 415.000 Anträge) und der private Arbeitsmarktbericht (179.000 anstatt 200.000 Jobs) schlechter ausgefallen waren als prognostiziert, machte sich Erleichterung breit.

Neben dem Eurokurs CHF hat die Einheitswährung Europas kräftige Verluste gegenüber dem Dollar einstecken müssen. Die Euro Kursentwicklung fiel von 1,4939 auf 1,4308 Dollar zwischen dem 4. Mai und dem 6. Mai 2011. Neben Griechenland hat insbesondere die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) der Euro Kursentwicklung Wind aus den Segeln genommen. So signalisierte Notenbank-Chef Jean Claude Trichet, dass auf dem nächsten EZB-Treffen im Juni 2011 der Leitzins nicht angehoben werden würde.

Unterdessen hat die europäische Gemeinschaftswährung Tuchfühlung mit den Tiefständen vom Dezember 2010 und März 2011 bei 1,24 CHF aufgenommen. So war der Eurokurs CHF am 30. Dezember 2010 auf 1,2400 und am 16. März 2011 auf 1,2412 gefallen. Die eidgenössische Währung hatte sich auf 80,64 Euro-Cents verteuert und war damit so viel wert wie noch nie seit der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung vor zwölf Jahren.

Insbesondere Investoren aus der Eurozone nutzen weiterhin den Schweizer Franken, um sich gegen die Staatsschuldenkrise abzusichern. Darüber hinaus ist die schweizerische Inflationsrate mit +1,0 Prozent derzeit deutlich niedriger als die Teuerung in der Eurozone von +2,8 Prozent. Damit sind die Realzinsen, also der Zinssatz von festverzinslichen Wertpapieren nach Abzug der Inflation, in der Eidgenossenschaft attraktiver als in Deutschland.