09.04.11

Kurs Euro CHF beendet eine volatile Handelswoche bei 1,3142


Am Devisenmarkt ist der dreiwöchige Anstieg beim Eurokurs CHF gestoppt worden. In der abgelaufenen Handelswoche hat die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken leicht verlorenen und fiel von EUR/CHF 1,3274 auf 1,3142. Damit besitzt die eidgenössische Währung einen Gegenwert von 76,09 Euro-Cents.

Die Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 0,25 Prozent auf 1,25 Prozent konnte dem Eurokurs CHF keinen entscheidenden Impuls geben. So wäre aus charttechnischer Sicht ein Schlusskurs über dem Widerstandsbereich bei EUR/CHF 1,3205 erforderlich gewesen, damit die Ampeln für die Gemeinschaftswährung weiterhin auf grün stünden.

Der Eurokurs CHF war von 1,2412 auf 1,3240 geklettert zwischen dem 16. März 2011 und dem 6. April 2011. Die Aufwertung zu Gunsten der Einheitswährung Europas in Höhe von +6,67 Prozent ging in erster Linie mit einer steigenden Risikobereitschaft an den globalen Finanzmärkten nach dem Erdbeben von Japan einher. Die Aktienmärkte konnten sich erholen, der Dax kletterte von 6.513 auf 7.217 Punkte.

Konjunkturdaten vom eidgenössischen Arbeitsmarkt haben ein weiteres Mal überzeugt. So fiel die Arbeitslosenrate im März 2011 um 0,2 Prozent auf 3,4 Prozent und signalisiert damit Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 134.905. Im Vergleich zum Vormonat waren 8.420 Arbeitslose bei den Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben. Der Abgleich mit dem Vorjahresmonat März 2010 zeigt einen Rückgang um 31.127 Personen.

Die deutsche Wirtschaft lässt an Zugkraft nicht nach und bleibt die Wachstumslokomotive in der Eurozone. So erhöhte sich die Industrieproduktion in der Bundesrepublik Deutschland deutlich stärker als von Analysten prognostiziert worden war im Februar 2011. Der industrielle Ausstoß kletterte um +1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die deutschen Exporte stiegen mit +2,7 Prozent so stark wie seit September 2010 nicht mehr.

Dass Portugal unter den Rettungsschirm geschlüpft ist, hat wenig Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten herbeigeführt und auch den Eurokurs CHF kaum belastet. Es wird geschätzt, dass der Atlantik-Anrainer zwischen 60-80 Milliarden Euro benötigt. Portugal ist nach Irland und Griechenland das dritte Euroland, welches sich nicht alleine aus der Schuldenspirale befreien kann.