18.03.11

Euro Franken Kurs 1,2760: Der Talfahrt folgt ein Höhenflug


Der Frankenkurs ist derzeit hohen Schwankungen ausgesetzt am Devisenmarkt. So fiel der Euro Wechselkurs von 1,2968 auf 1,2412 CHF zwischen dem 14. März und dem 16. März 2011. Damit verteuerte sich die eidgenössische Währung drastisch und kostete zeitweise 80,57 Euro-Cents. Die prekäre Lage an der stark beschädigten Atomanlage in Fukushima ließ die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“ Schweizer Franken sprunghaft steigen.

Mittlerweile hat sich die Bedrohung einer übermäßigen nuklearen Verstrahlung Japans verringert. Dadurch kann der Euro Frankenkurs wieder steigen. Die Eurokurs Entwicklung hat in den letzten Stunden die Marken von 1,25, 1,26 und 1,27 CHF nach oben durchbrochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den offiziellen Euro Referenzkurs auf 1,2758 CHF fest am Freitagnachmittag. Damit kostete der Schweizer umgerechnet Franken 78,38 Euro-Cents.

Eidgenössische Produzenten- und Importpreise sind weniger stark gestiegen als von Volkswirten prognostiziert. Die Teuerung auf der Erzeugerebene erhöhte sich um +0,2 Prozent im Februar 2011 im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten mit einem doppelt so hohen Anstieg der Produzentenpreise gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2011 kletterten die Erzeugerpreise in der Schweiz um +0,5 Prozent.

Unterdessen hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins (3-Monats Libor) wie erwartet bei 0,25 Prozent belassen. Es bestünden weiterhin erhebliche Abwärtsrisiken wegen der Schuldenproblematik einiger Euroländer. Darüber hinaus hätten die hohen Ölpreise einen dämpfenden Effekt auf die wirtschaftliche Aktivität, erläuterte die SNB in ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 17. März 2011. Die Konsequenten der Erdbeben-Katastrophe in Japan seien zu diesem Zeitpunkt schwer zu beurteilen.

Die steigende Risikobereitschaft zu Gunsten des Euro und mit negativen Konsequenzen für den Frankenkurs untermauert eine G7 Devisenintervention. Die G7-Staaten beschlossen eine Abwertung des Japanischen Yen herbeizuführen und intervenierten in koordinierter Weise das erste Mal seit zehn Jahren am Devisenmarkt. Dadurch kletterte auch der Frankenkurs zum Yen und die Währungsrelation erhöhte sich von CHF/JPY 85,52 auf 90,66.