28.01.11

Euro CHF Kursentwicklung 2011 mit plötzlicher Kehrtwende


Nachdem der Eurokurs kurzzeitig auf 1,3001 CHF geklettert war, ging es rasant runter. So sank die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,2820 Schweizer Franken wenige Stunden nach der Öffnung der Wall Street. Ein kurzfristiger Aufwärtstrend bei der Euro CHF Kursentwicklung 2011 wurde ausgehebelt. So hatte der Wechselkurs einen Anstieg von EUR/CHF 1,2434 auf 1,3066 vollzogen zwischen dem 10. Januar und dem 24. Januar 2011.

Aus technischer Sicht wurde die Aufwärtstrendlinie durchbrochen. Damit verschärfte sich die negative Euro Kursentwicklung gegenüber dem Schweizer Franken. Zuvor hatte sich eine so genannte Schulter-Kopf-Schulter Formation gebildet und die Trendumkehr eingeläutet. Nachdem es dem Euro nicht möglich war den „Kopf“ der Formation bei 1,3066 anzugreifen, komplettierte die Kehrtwende bei EUR/CHF 1,3001 die „rechte Schulter“ Formation.

Aus fundamentaler Sicht bestätigten aktuelle Konjunkturdaten die negative Euro Kursentwicklung. Das eidgenössische KOF-Konjunkturbarometer blieb mit 2,10 Zählern im Januar 2010 auf vergleichsweise hohem Niveau. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 2,09 Zähler gerechnet. Das Schweizer Wirtschaftswachstum sollte sich in den nächsten Monaten fortsetzen, erläuterte die Konjunkturforschungsstelle (KOF).

Die Europäische Zentralbank (EZB) meldete einen Rückgang beim Geldmengenwachstum. So erhöhte sich die von der EZB viel beachtete Geldmenge m3 im Euroraum um +1,7 Prozent im Dezember 2010. Im Vormonat hatte ein Plus von 2,1 Prozent noch eine höhere Bereitschaft der Banken signalisiert, die von der EZB zur Verfügung gestellte Liquidität an die Privatwirtschaft weiter zu leiten.

Insgesamt ist aus der Euro Kursentwicklung 2011 vorerst die Luft raus. Einige Devisenhändler führen die erhöhte Nachfrage nach dem als besonders sicher geltenden Schweizer Franken auch auf die Unruhen in Nordafrika zurück. Die Proteste in Ägypten haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten verhängte die Regierung eine Ausgangssperre.