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06.02.14

Raiffeisen senkt Prognose drastisch von EUR/CHF 1,28 auf 1,23

Die Devisenexperten der Raiffeisenbank sahen sich zu einer Korrektur ihrer Schweizer Franken Prognosen gezwungen. Man rechnet nicht länger mit einem steilen Anstieg des Euros, weil die Probleme der Schwellenländer Überhand genommen haben. Jedoch könnte auch die neue Prognose bei 1,23 zu optimistisch sein, da sich der Euro derzeit bei 1,2225 Franken lethargisch bewegt.

Im März 2014 wird 1 Euro einen Gegenwert von 1,23 Franken haben, prognostiziert Raiffeisen Research in dem Wochenheft "Fokus FX" vom 4. Februar 2014. Zwei Monate zuvor war man noch völlig anderer Meinung. Seinerzeit stellten die Analysten einen Anstieg des Euros auf 1,28 Franken in Aussicht.

Fokus FX 10.12.2013

Fokus FX 04.02.2014

"Der Schweizer Franken reagiert derzeit hauptsächlich aber nur auf ein Thema: Emerging Markets. Die Schwäche deren Währungen hat auch den Schweizer Franken wieder erstarken lassen. Solange die Flucht in den sicheren Hafen anhält, wird auch die Eidgenössische Währung zu keiner Trendwende ansetzen", schreibt Finanzanalystin Lydia Kranner.

In den letzten Wochen ist es nicht zum ersten Mal zu Problemen in den Schwellenländern gekommen. Bereits im August 2013 kam es zu einem Vorfall. Seinerzeit spitzte sich die Lage nicht zu, weil die US-Notenbank Fed an ihren Anleihekäufe länger festhielt als ursprünglich angekündigt.

(Brodelnde Schwellenländer vermasseln Euro-Franken-Anstieg)

Die längerfristige Euro-Franken-Prognose der Raiffeisenbank zeigt, dass man nicht mit einer Kreditklemme und einer dritten Phase der Finanzkrise rechnet. Im Zuge abebbender sicherer-Hafen-Kapitalflüssen sagt die Bank bis zum Dezember 2014 eine Zunahme des Euros auf 1,29 Franken voraus.