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30.01.14

Keilförmige Kursentwicklung könnte lethargisieren

Die Devisennotierung Euro-Franken ist momentan auf der Suche nach Halt und Richtung. Aus charttechnischer Sicht spiegelt sich dies in einer keilförmigen Kursentwicklung wider, die sich in den kommenden Wochen weiter einengen könnte. Bis dahin dürften die Finanzmärkte mehr Klarheit über den künftigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) haben.


Das Devisenpaar engt sich derzeit zwischen seinem Tief vom 17. Dezember 2013 bei 1,2177 und dem Hoch vom 8. Januar 2014 bei 1,2395 ein. Es deutet sich die Bildung einer Dreiecks-Formation an. Gemäß den Lehren der Technischen Analyse findet ein Ausbruch aus einer solchen Formation bei etwa drei Viertel der Dreieckslänge statt.

Für den Euro-Franken-Kurs würde dies bedeuten, dass es zu einem Ausbruch in der zweiten Februarhälfte käme. Nicht vorhersagen können Charttechniker die Richtung. So könnte die Gier der Franken-Bären Oberhand gewinnen und den Euro auf 1,26 hieven. Möglich ist auch, dass es zu einer Rückbewegung auf den Euro Mindestkurs bei 1,20 Franken kommt.

(Weiterlesen: "Kann mir Mindestkurs-Absenkung auf 1,10 vorstellen")

Das nächste Großereignis für den Euro-Franken-Kurs steht am 7. Februar mit der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Weil sich zuletzt auch das Geldmengenwachstum M3 im Euroraum verlangsamt hat, bleiben weitere Lockerungen nach wie vor ein Thema. Banken knausern in Südeuropa mit der Kreditvergabe, zeigen gestern von der EZB veröffentlichte M3-Daten.

Devisenexperten verweisen auf einen Zusammenhang zwischen M3 und dem Euro-Dollar-Kurs. Bei einem schwachen Geldmengenwachstum begibt sich die Gemeinschaftswährung oft auf eine Talfahrt. Der Eurokurs hat in den letzten Stunde bereits um ein Cent nachgegeben. 1 Euro kostete zuletzt 1,3585 US-Dollar.