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21.01.14

Gier der Franken-Bären soll Euro bis April auf 1,26 CHF hieven

Am Devisenmarkt ist die eidgenössische Landeswährung auf dem Radarschirm von Franken-Bären aufgetaucht. Der Eurokurs steigt mit 1,2377 Franken auf den höchsten Stand seit zwei Wochen. Eine neue Prognose der Barclays Bank sieht die Gemeinschaftswährung in drei Monaten bei 1,26.


Wegen dem Abklingen der Schuldenkrise sowie einer günstigen Konstellation an den Optionsmärkten habe der Euro gegenüber dem Schweizer Franken Anstiegspotential, sagt der Währungsstratege Chris Walker von der britischen Barclays Bank im Gespräch mit Bloomberg.

Ähnlich äußerten sich viele Analysten bereits vor einem Jahr. Damals war der Vorstoß des Euros bei 1,2568 Franken stecken geblieben. Im Februar 2013 nahm der Franken dem Euro die Kursgewinne sodann wieder ab, in dem er die Gemeinschaftswährung auf 1,2117 herunter drückte.

2014 soll es anders kommen. Dieses Mal könnte der Euro wirklich das Zeug haben dauerhaft und nachhaltig zu steigen. Mit einem Aufflammen der Schuldenkrise ist nicht zu rechnen, weil sich der Euroraum inzwischen aus der längsten Rezession seiner Geschichte befreit hat.

Darüber hinaus ist der Anreiz für institutionelle Investoren weitaus größer sich im Franken zu verschulden. Zwar waren die Zinsen auch schon im letzten Jahr sehr niedrig. Die Volatilität an den Devisenmärkten war jedoch zu hoch, weshalb es Anlegern zu riskant erschien, einen Franken-Kredit in Euro zu konvertieren, um höherverzinsliche Staatsanleihen aus den Euro-Südstaaten zu kaufen (Carry Trade).

Steve Barrow, Chef für Devisenstrategie bei der Standard Bank, prognostiziert, dass der nun einsetzende "Carry-Trade-Effekt" den Euro bis zum Januar 2015 auf 1,30 Franken steigen lassen wird.

Zum Thema:
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