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20.01.14

Ein Absturz beim EUR/USD wäre für Franken-Kreditnehmer...

...,die sich grün und blau ärgern, weil sie von ihren Bankberatern keinen Yen-Kredit angeboten bekamen, genau das Richtige. Der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar hat am Freitag recht deutlich nachgeben, obwohl die Euribor-Zinsen auf 0,302 Prozent stiegen und die Kapitalbewegungen kurz vor dem Wochenende der Gemeinschaftswährung regelmäßig unter die Arme greifen.

Man muss zwar ein wenig um die Ecke denken, die Lage am Devisenmarkt könnte jedoch in den kommenden Wochen und Monaten dem Kurs des Euros zum Franken Rückenwind geben. Für Währungshändler ist es eine Binsenweisheit, dass Verluste beim EUR/USD spiegelverkehrt mit Gewinnen beim USD/CHF einhergehen.


Interessanterweise macht der USD/CHF derzeit Anstalten aus einem seit Mai 2013 andauernden Abwärtstrend auszubrechen. 1 Dollar kostet mit 0,9134 Franken so viel wie zuletzt im November 2013. Darüber hinaus hat das Devisenpaar die 50-Tage-Linie übersprungen.

Weil in den USA die Zinsen von Staatsanleihen steigen, steht auch aus fundamentaler Sicht der USD/CHF bei vielen Währungsstrategen ganz oben auf der Kaufliste. Sollte sich in den kommenden Wochen ein Aufwäsrttrend beim USD/CHF etablieren, wären Franken-Kreditnhemer, die mit dem Gedanken einer Euro-Konvertierung spielen, gut beraten, abzuwarten.

Als der USD/CHF im Mai 2013 auf 0,9838 kletterte, wurde der EUR/CHF auf 1,2650 mitgezogen. Ein Franken-Kredit im Gegenwert von 200.000 Euro, der Anfang 2000 bei einem Eurokurs von 1,60 Franken aufgenommen wurde, ist zum aktuellem Kurs bei 1,2330 mit 259.529 Euro unter Wasser. Bei 1,2650 wären es knapp 7.000 Euro weniger.

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