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08.10.13

Devisereserven geben grünes Licht für Mindestkurs

Die europäische Gemeinschaftswährung steigt von 1,2258 auf 1,2294 Schweizer Franken. Weil die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zum vierten Mal in Folge gesunken sind, haben es die Euro-Bären schwer den Wechselkurs unter 1,23 zu halten. Derweil verschiebt sich die Deadline für die Anhebung der US-Schuldenobergrenze vom 17. Oktober auf den 31. Oktober.


Allmählich verringert sich der Devisenschatz der Schweiz, den die Alpenrepublik in den letzten Jahren durch massive Euro-Stützungskäufe im Zuge der Mindestkurspolitik angehäuft hat. Die Fremdwährungsbestände sanken von 434,17 Milliarden Franken im August auf 432,45 Milliarden Franken im September, wie die Nationalbank am Montag mitteilte.

Seit Mai nehmen die Währungsreserven ab. Damals hortete die SNB in ihren Tresoren noch 441,11 Milliarden Franken. Analysten leiten von dem Rückgang die Akzeptanz des Euro-Mindestkurses bei Marktteilnehmern ab. Die Gemeinschaftswährung ist nicht länger auf fremde Hilfe in Form von Euro-Stützungskäufen seitens der SNB angewiesen. Der Euro kann sich eigenständig über der Untergrenze bei 1,20 Franken halten.

"Das ist peinlich für mein Land"

Der US-Haushaltsstreit in den USA sei peinlich für sein Land, sagte der Präsident der Fed von Dallas, Richard Fisher, auf einer Veranstaltung in Texas. Eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern ist weiter nicht in Sicht. Die Schlüsselfiguren haben neben den politischen Differenzen offenbar auch persönliche Vorbehalte.

Präsident Obama hat bereits bei einem Haushaltsstreit kurz nach seiner Wiederwahl im Dezember 2011 über die Republikaner gesagt, dass sie ihm absolut nichts gönnen könnten ("It is very hard for them to say yes to me"). Damals verhandelte man über automatische Ausgabenkürzungen.

Die Washington Post berichtet, dass der Stichtag zur Anhebung der Schuldenobergrenze nicht der 17. Oktober sondern der 31. Oktober sei. Bis zum Monatsende könne die USA ihre Rechnungen vielleicht noch durch Umschichtungen begleichen. Kritisch wird es am 31. Oktober und 1. November, wenn Zins- und Rentenzahlungen in Höhe von 66 Milliarden Dollar anfielen.