08.01.2013

CHF Prognose 2014: National-Bank strebt weiter € bei 1,25 an

Im Lager der größten Euro-Optimisten befindet sich nach wie vor die National-Bank. Sie erwartet binnen eines Jahres einen Anstieg des Euros auf 1,25 CHF. Bereits im Oktober 2012 wagte das in Essen ansässige deutsche Geldhaus, dessen Name ähnlich klingt wie der der Schweizerischen Nationalbank (SNB), eine CHF Prognose auf Jahressicht bei 1,25 pro Euro.

Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,2088 CHF. Der Eurokurs lässt sich von seiner lethargischen Seitwärtsbewegung knapp unter der Marke von 1,21 CHF nicht abbringen. Gegenüber dem US-Dollar wird der Euro zu 1,3066 gehandelt. Das sind knapp zehn Cents über dem Zielwert der National-Bank. Die Essener Devisenexperten rechnen bis zum Januar 2014 mit einem Absturz des Euros auf 1,21 USD.

"Der Franken konnte das zuletzt erreichte Kursniveau um 1,22 nicht halten und wertete dann wieder in Richtung Interventionsgrenze auf", beschreibt der Chefvolkswirt Jan Bottermann die Euro CHF Kursentwicklung des vergangenen Jahres. Man halte an der Einschätzung fest, dass sich der Schweizer Franken mit Kursen um 1,25 auf Jahressicht sukzessive von der Interventionsgrenze lösen könne.

Die Kollegen von der Deutschen Bank teilen die gewagte Prognose der National-Bank nicht. Das Wealth Management von Deutschlands größter Bank erwartet bis Ende November eine Abnahme des Euros auf 1,20 CHF.

Zwischen Deutscher Bank und National-Bank liegt die Scotiabank. Das kanadische Kreditinstitut prognostiziert bis Dezember einen Anstieg des Euros auf 1,22 CHF. Die Finanzmärkte stuften den von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im September 2011 eingeführten Euro Mindestkurs bei 1,20 CHF als glaubwürdig ein, erläutert die Scotiabank in einer Investorennotiz zu den Devisenmärkten vom 20. Dezember 2012.