28.11.11

Frankenkurs legt zu auf 1,2288 per Euro vor Konsumklima-Bericht


Der Schweizer Franken Kurs drängt die europäische Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,23 CHF zurück. Vor der Veröffentlichung des deutschen Konsumklimas zeigen sich Händler besorgt über die wirtschaftlichen Perspektiven der Eurozone. Darüber erweisen sich Spekulation über ein 400 bis 600 Milliarden schweres Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das angeschlagene Italien als falsch.

Zum Wochenauftakt verliert der Eurokurs -0,63 Prozent auf den Franken und fällt auf 1,2288. Damit wird die Einheitswährung mit großer Wahrscheinlichkeit den sechsten- der letzten sieben Handelstagen ein Minus einstreichen. Am 17. November 2011 kletterte die Kursentwicklung noch auf EUR/CHF 1,2440 und war kurz davor in den Bereich von 1,25-1,30 CHF vorzudringen.

Das GfK Konsumklima wird von 5,3 auf 5,2 Punkte sinken im November 2011, prognostizieren Analysten. Der von der Gesellschaft für Konsumforschung erstellte Index ist besonders nah an den Verbrauchern dran und dürfte wichtige Rückschlüsse geben, inwieweit sich die deutschen Konsumenten von der Schuldenkrise die Laune verderben lassen.

Bisher konnten Wirtschaftsabkühlung und Euro-Krise nur geringfügig die Stimmung verschlechtern. So kletterte das GfK Konsumklima im Oktober 2011 sogar um +0,1 Punkte auf 5,3 Punkte. Allerdings ist die Stimmung auch nicht mehr so gut wie im Februar 2011, als der Index einen Wert von 6,0 Zählern aufgewiesen hatte.

„Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte den Mindestkurs zum Euro nur anheben, wenn sich Deflationsgefahren abzeichnen“, sagt Ulrich Leuchtemann von der Commerzbank. Aktuell sei es sehr gefährlich den Mindestkurs, der seit dem 6. September 2011 bei EUR/CHF 1,20 liegt, anzuheben, weil nicht sämtliche Marktteilnehmer damit einverstanden wären.

Am Freitag hatten Spekulationen über eine Anhebung des Mindestkurses für einen Blitz-Anstieg der europäischen Einheitswährung gesorgt. In drei Stunden kletterte der Eurokurs von 1,2250 auf 1,2378 CHF (+1,04 Prozent). Begünstigt wurde die rasche Bergfahrt durch geringe Handelsvolumina im Zuge des verlängerten Thanksgiving-Wochenendes in den USA.

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