22.11.19

EUR/CHF: Was Österreichs führende Banken 2020 erwarten

"Der Franken bleibt anfällig für Stimmungsumschwünge und Kapitalflüsse in die sicheren Häfen. Der Franken dürfte in den kommenden Monaten um ein relativ enges Band von 1,08 – 1,10 pro EUR pendeln", sagt Raiffeisen Research. Auf Jahressicht rechnet die Bank mit einer Erholung des Euros. Demnach wird der Wechselkurs bis September 2020 auf 1,12 steigen.

Auch die Erste Group prognostiziert den EUR/CHF-Kurs für September 2020 auf 1,12. Sie sagt: "Im Verlauf des 1. Halbjahres 2020 sollte sich die Lage dann entspannen, wodurch auch der Franken zum Euro etwas abschwächen sollte." Gleichzeitig weist die Erste darauf hin, dass sich der Schweizer Franken im Falle von Handels- und/oder geopolitischen Konflikten jederzeit stark aufwerten könne.

EUR/CHF-Kurs und Prognosen 2020 von vier Banken grafisch dargestellt

"Der Schweizer Franken wird als sicherer Hafen stark bleiben", meint die Oberbank. Sie sieht den Euro Eurokurs 2020 lediglich bei 1,10 Franken. Ein Grund dafür dürfte im Zinsausblick liegen: "Nach der Senkung des Einlagen-Zinssatzes der EZB auf -0,50 % halten wir eine nochmalige Senkung um 10 Basispunkte bis Mitte 2020 für möglich", sagt die Oberbank.

Mit einem Eurokurs von 1,10 Franken binnen Jahresfrist rechnet auch die Volksbank Wien. "Die SNB (Schweizerische Nationalbank) hat ihren Zinssatz im September unverändert gelassen – mit der Zinssenkung der EZB im September hat sich damit der Zinsnachteil des Franken auf dem Papier etwas verringert", hebt die Volksbank hervor. Man rechne aber nicht "mit größeren Veränderungen des Wechselkurses".