24.2.17

Bringt nichts mehr auf Absturz des EUR/CHF zu wetten

Es gibt erste Anzeichen, dass der Euro das Schlimmste überstanden hat. Die seit einem Jahr währende Abwärtsbewegung neigt sich dem Ende. Käufern des Schweizer Franken gehen die Argumente aus. Es zeichnet sich eine Bodenbildung des EUR/CHF-Kurses bei 1,05-1,06 mit anschließendem Anstieg auf 1,10 ab.

Der EUR/CHF-Kurs sank zwischen dem 5. Februar 2016 und 20. Februar 2017 von 1,1201 auf 1,0628 (-5,12%). Möglicherweise geht es noch ein Stück weiter bergab. Bei 1,0530 Franken, wo eine sehr starke Unterstützunmg für den Euro ist, sollte aber spätestens Schluss sein. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte nicht bereit sein die Marke bei 1,05 zu opfern, sagt die Großbank UBS.

Das Abwärtspotenzial des aktuell bei 1,0650 liegenden EUR/CHF-Kurses ist somit auf 1,5 Rappen (-1,41%) begrenzt. Nach oben ist deutlich mehr Spielraum vorhanden. In den nächsten Wochen dürfte sich der Euro zwar an zwei hartnäckigen Widerständen bei 1,0685 und 1,0820 Franken die Zähne ausbeißen. Hinzu kommt noch ein mittelstarkes Widerstandsniveau bei 1,0760.

Sollte es aber über 1,08 Franken gehen, beispielsweise weil sich abzeichnet, dass die Euro-Gegnerin Le Pen in Frankreich spätestens im zweiten Wahlgang haushoch verlieren wird, wäre Platz für einen raschen Anstieg auf 1,0970 da. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau von 1,0650 ist damit das Aufwärtspotenzial mit 3,2 Rappen (+3,00%) mehr als doppelt so groß wie das Abwärtspotenzial.

Aus tradingtaktischer Sicht empfiehlt es sich an den Put-Optionen (Trade 3), die im Geld landen, wenn der EUR/CHF-Kurs unter 1,06 sinkt, als eine Versicherung festhalten. Gleichzeitig bietet es sich an eine EUR/CHF-Kaufposition am Kassamarkt mit einem ersten Einstieg bei 1,0630-1,0640 langsam aufzubauen.

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