04.11.14

Wo steht der Euro in 12 Monaten? Ein Pro und Contra

Der Euro hat in diesem Jahr gegenüber dem Schweizer Franken um drei Prozent abgewertet. Damit soll nun Schluss sein. Bei der Abwertung der Gemeinschaftswährung handele es sich um vorübergehendes Phänomen, sagt die Danske Bank. Bei der DZ Privatbank ist man der Meinung, dass noch geraume Zeit ins Land streichen werde, bis es wieder "erkennbaren Abwertungsspielraum" für den Franken gebe.

Zwischen dem 8. Januar und 4. November 2014 sinkt der Euro Wechselkurs von 1,2395 Franken auf 1,2050 Franken (-2,78 Prozent). Gespeist wird die Talfahrt von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) . Sie senkt mehrmals die Leitzinsen, kauft Pfandbriefe und ABS-Papiere und reicht Langfristkredite an Banken aus. Darüber hinaus können Banken Anleihen mit immer größerem Ausfallrisiko bei der EZB als Pfand für frisches Zentralbankgeld hinterlegen.

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"Wir erwarten weiterhin, dass sich der EUR/CHF in den kommenden zwölf Monaten allmählich nach oben Richtung 1,24 bewegt", heißt es in dem aktuellen Monatsbericht der Danske Bank. Angetrieben werden dürfte die Aufwärtsbewegung gemäß Senior-Analyst Morten Helt von einer Umkehr von sicheren Hafen Kapitalflüssen sowie höheren Schweizer Portfolioinvestitionen im Ausland.

Bei der DZ Privatbank sieht man den Euro in den kommenden zwölf Monaten bei 1,21 Franken gegen die Wand rennen. "Von einer Seitwärtsbewegung um die 1,21 Schweizer Franken pro Euro ist daher weiterhin auszugehen", schreibt die Bank. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sei in einer "reaktiven Haltung" und auch abhängig von den Währungshütern des Euros.

Vergleicht man die von beiden Geldhäusern bisher abgegebenen Schweizer Franken Prognosen, so hat die Danske Bank die Nase vorn.

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