28.9.14

Welchen Weg der EUR/CHF einschlägt: Ein Pro und Contra

Der Euro hat in den letzten neun Monaten gegenüber dem Schweizer Franken um drei Prozent abgewertet. Die Schwächephase der Gemeinschaftswährung dürfte noch ein Jahr andauern, sagt die DZ Privatbank. Zu einem anderen Ergebnis kommt man bei der Scotiabank. Sie stellt einen Anstieg auf 1,27 in Aussicht.

Zwischen dem 8. Januar und 4. September 2014 sank der Eurokurs von 1,2395 Franken auf 1,2043 Franken (-2,84 Prozent). Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) verschärften die Talfahrt. Charttechnisch hat sich die Lage für den Euro verschlechtert, nachdem er unter die 200-Tage-Linie abtauchte.


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Ein "latenter Aufwertungsdruck" schiebe die eigentlich überfällige Abwertung des Schweizer Frankens hinaus, schreibt die DZ Privatbank in einem aktuellen Research-Papier. "Auf Sicht von einem Jahr ist daher von einer Seitwärtsbewegung der Währung gegenüber dem Euro auszugehen", heißt es darin.

Der nordamerikanische Bankenriese Scotiabank sieht den Euro bis zum Jahresende auf 1,24 Franken steigen. Damit dürfte das Ende der Fahnenstange nicht erreicht sein. So prognostiziert die Scotiabank, die auf der Forbes-Liste der 2.000 weltweit größten Unternehmen Rang 98 einnimmt, bis Ende 2015 einen Anstieg des Euros auf 1,27 Franken.

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