29.08.14

Das sagen die Experten zum Zusammenfall des Euros

"Ich war überrascht über die rasche Aufwertung des Frankens in den letzten Wochen. Ich hätte erwartet, dass die Schweizerische Nationalbank schon bei einer 'moralischen Grenze' von 1,21 Franken pro Euro eingeschritten wäre." (Börsenspezialist Alfred Herbert, cash.ch)

"Der Schweizer Franken ist zwar an sich nur noch ein eingeschränkter sicherer Hafen, weil er nur begrenzt aufwerten kann. Aber er ist eben doch noch einer." (Esther Reichelt, Devisenanalystin bei der Commerzbank, 20 Minuten)

"Die SNB hat ihr Schicksal mit dem Euro verknüpft. Wenn der Franken näher an die 1,20 rückt, könnte ich mir vorstellen, dass sie weiter intervenieren." (Janwillem Acket, Chefvolkswirt bei Julius Bär in Zürich, Bloomberg)

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"Spannungen sind wieder aufgekommen, sie (die Schweizerische Nationalbank, SNB) müssen aufmerksamer sein als vor neun oder zwölf Monaten." (Julien Manceaux, Volkswirt bei ING, Bloomberg)

"Es gibt einige Punkte, die darauf hinweisen, dass die Wirtschaftserholung in Europa aus den Fugen geraten könnte. Spekulative Investoren, die vor zwei Jahren gegen die SNB wetteten und sich die Finger verbrannten, werden das wohl nicht gleich nochmals versuchen wollen." (Constantin Bolz, Devisenstratege von der UBS, Finanz und Wirtschaft)

"Es gibt weiterhin keine Anzeichen dafür, dass sich die Nationalbank sorgen um die Inflation machen müsste.(Maxime Botteron, Ökonom bei der Credit Suisse, Tagesanzeiger)

"Der Zinsvorteil des Euros ist fast völlig erodiert. Deshalb kommt er gegenüber allen Währungen unter Druck." (Marcus Hettinger, Devisenanaylst bei der Credit Suisse, Finanz und Wirtschaft)

"Die Situation ist nicht vergleichbar mit 2012. Wenn es zu einer quantitativen Lockerung kommt, wird die Schweiz nicht so sehr im Mittelpunkt stehen - Investoren können auf Werte wie den Dollar und das Pfund zurückgreifen, die Sicherheit und Rendite bieten." (Alessandro Bee, Volkswirt bei Bank Sarasin, Bloomberg)

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