10.3.13

National-Bank gibt CHF Prognose für Juni von EUR/CHF 1,26 ab

Noch gut zwei Rappen muss der Euro aufwerten. Dann würde sich die Schweizer Franken Prognose der National-Bank als richtig herausstellen. Das deutsche Geldhaus rechnet bis Juni mit einem Anstieg der Gemeinschaftswährung auf 1,26 Franken. Wegen der hohen Treffsicherheit lohnt es sich die Vorhersagen der National-Bank, die den gleichen Namen trägt wie die eidgenössische Notenbank, ganz genau anzusehen.

Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,2372. Am Freitag setzte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2355 fest. Obwohl die Ratingagentur Fitch nach Börsenschluss in Europa die Kreditwürdigkeit von Italien senkte, lässt sich der Euro CHF Kurs nicht aus dem Anstiegsmodus bringen. Dies zeigt, wie zuversichtlich die Stimmung an den Finanzmärkten nach wie vor ist.

Alles wird gut

Die Schweizer Franken Prognosen der National-Bank sind eine Erfolgsgeschichte. Bereits vor dem steilen Januaranstieg des Euros von 1,2084 auf 1,2568 CHF sagte man eine deutliche Aufwertung voraus (-2-). Die meisten anderen Banken rechneten damals noch mit einem Klebenbleiben des Euros am Mindestkurs und korrigierten erst nach dem Blitzanstieg ihre Ausblicke nach oben.

Mit einem Ablassen des Euros vor seiner Aufwärtsbewegung rechnet die National-Bank nicht. Bis September kündigt man ein Kursniveau der Gemeinschaftswährung bei 1,28 Franken an. Im Dezember soll das Devisenpaar bei EUR/CHF 1,29 stehen.

Franken-Kreditnehmer, die vor zehn Jahren zu einem Eurokurs von 1,50 CHF ein Darlehen im Gegenwert von 200.000 Euro aufnahmen, hätten es sodann beinahe geschafft. Zum aktuellen Kurs von 1,2372 steht man mit 242.830 Euro unter Wasser. Bei EUR/CHF 1,29 wären es 232.558 Euro. Zieht man die Zinsersparnis von rund 25.000 Euro im Vergleich zu einer Euro-Finanzierung ab, beliefe sich die Kreditschuld auf 207.558 Euro.

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