27.12.12

Post-Weihnachtsschub / Euro klettert von 1,2070 auf 1,2092 CHF


Amerikas Fiskalklippe prägt derzeit die Währungsmärkte. Aktuell überwiegt die Zuversicht, dass der US-Haushaltsstreit in letzter Sekunde beigelegt werden kann. Dadurch erhöht sich die Risikofreude, was gegenwärtig die Antriebsfeder für steigende Euro Devisennotierungen ist. Gegenüber dem US-Dollar steht die Gemeinschaftswährung kurz davor ein frisches Neunmonatshoch zu erreichen.

Der Euro wird am Donnerstagvormittag im Hoch zu 1,3272 USD gehandelt. Die Gemeinschaftswährung ist kurz davor das Vorweihnachtshoch bei 1,3307 zu überspringen. Anschließend wäre aus charttechnischer Sicht der Weg frei für einen Anstieg auf knapp 1,34. Der 50-Tage Durchschnitt und der 200-Tage Durchschnitt deuten auf eine weitergehende Zunahme hin.

Gegenüber dem Schweizer Franken klettert der Kurs des Euros auf 1,2092 CHF. Am Vortag notierte das Devisenpaar bei 1,2070 CHF. Sollten Demokraten und Republikaner im Senat einen Kompromiss ausarbeiten, der sodann im republikanisch dominierten Abgeordnetenhaus durchgewunken wird, könnte der Eurokurs über 1,21 CHF steigen.

Der Mann der Stunde ist derzeit der Minderheitsführer des US-Senats, der Republikaner Mitch McConnell. An ihm hängt es, ob es zu einem parteiübergreifenden Kompromiss kommt. Im letzten Jahr war McConnell maßgeblich an den Verhandlungen zu einer Anhebung der Schuldenobergrenze beteiligt. Damals verständigten sich Demokraten und Republikaner in der letzten Sekunde. Ansonsten wäre die USA juristisch gesehen zahlungsunfähig geworden.