12.12.12

Entwicklung des Euros über 1,21 CHF macht Hoffnung auf mehr

Der Eurokurs hält den größten Teil seiner Gewinne. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,2116 Schweizer Franken. Das ist kaum weniger als am Vortag, als der Kurs des Euros auf ein Wochenhoch bei 1,2128 kletterte. Der Schweizer Franken als sicherer Hafen verliert an Attraktivität.

Deutschland und Frankreich haben einen Kompromiss bei der Bankenaufsicht gefunden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die Europäische Zentralbank (EZB) werde alle systemrelevanten Banken (rund 150 Geldhäuser) und staatlich gestützte Banken beaufsichtigen. Darüber hinaus könne die EZB in begründeten Fällen die Aufsicht kleinerer Banken, die unter nationale Aufsicht bleiben, an sich ziehen.

Ein Durchbruch bei der Bankenunion könnte die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten weiter anfachen. Der deutsche Aktienindex DAX schloss gestern auf einem Fünfjahreshoch bei 7.590 Punkten. Das Schweizer Börsenbarometer SMI steht mit 6.974 Zählern so hoch wie zuletzt im Frühherbst 2008.

Es gibt weitere Faktoren, die für einen Anstieg des Euros sprechen. Die Zinsen für italienische und spanische Staatsanleihen gehen derzeit etwas zurück. Deutsche Bundesanleihen rentieren höher. Gleichzeitig hilft dem Euro die Einführung negativer Zinsen auf Franken-Einlagen durch UBS und Credit Suisse gegenüber dem Schweizer Franken Boden gutzumachen.

Aus charttechnischer Sicht lauert eine breite Widerstandszone zwischen 1,2170 und 1,22 CHF. Sollte die Einheitswährung den Sprung darüber schaffen, wäre Platz für einen Blitzanstieg auf 1,2240. Technische Unterstützungen findet der Eurokurs bei 1,2090 und 1,2060.

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