07.08.12

Die Devisenreserven der SNB steigen um 41 auf 406 Mrd. Franken


Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im Juli 41,39 Milliarden Franken aufgewendet, um den Euro Mindestkurs bei 1,20 CHF zu verteidigen. Mittlerweile belaufen sich die Fremdwährungsbestände der Nationalbank auf 406,45 Milliarden Franken. Das Verhältnis der Devisenreserven zum Schweizer Bruttoinlandsproduktes (BIP) steigt von 62 auf 69 Prozent.

Am Devisenmarkt nimmt der Schweizer Franken Kurs die Veröffentlichung über die Höhe des Währungsschatzes gleichgültig zur Kenntnis. Der Eurokurs dümpelt bei 1,2012 CHF. Am Vortag, kurz vor US-Handelsschluss, schoss der Eurokurs für wenige Sekunden auf 1,2092 CHF. Der „Spike“ war allerdings in Sekundenschnelle wieder vorbei und so fiel das Devisenpaar umgehend auf EUR/CHF 1,2013 zurück.

Obwohl die Devisenreserven der Nationalbank scheinbar unaufhaltsam steigen und auf lange Sicht immer größere Inflationsgefahren bergen, machen die eidgenössischen Währungshüter Fortschritte bei der Durchsetzung der Untergrenze. Zwischen April und Mai 2012 kletterten die Fremdwährungsbestände von 237,60 auf 305,93 Milliarde Franken (+28,8 Prozent).

Bis Ende Juni gab es einen Anstieg auf 365,06 Milliarden Franken (+19,3 Prozent). Im Juli lag die Erhöhung bei +11,3 Prozent. Wenn die Fremdwährungsbestände in diesem Tempo weiter steigen, dann wäre man am Jahresende bei etwa 685 Milliarden Franken (116 Prozent des BIP). Nach der überproportionalen Zunahme im Juni und Mai befürchteten viele Ökonomen eine Zunahme auf über eine Billion Franken (170 Prozent des BIP).