12.06.12

Prognose Wirtschaftswachstum Schweiz 2012 jetzt bei 1,4%

Das Schweizer Wirtschaftswachstum nimmt Fahrt auf und so korrigiert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) seine Wachstumsprognose für 2012 von 0,8 auf 1,4 Prozent nach oben. Die eidgenössische Konjunktur ist deutlich besser durch den Winter gekommen als erwartet. Die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal 2012 hat positiv überrascht.

Wenn sich der SECO-Ausblick bewahrheiten sollte, dann würde die Schweiz Deutschland beim Wirtschaftswachstum in diesem Jahr abhängen. In 2013 hat nach dem Stand der aktuellen Prognosen die Bundesrepublik wieder die Nase vorn. Die Deutsche Bundesbank erwartet eine BIP-Zunahme von 1,6 Prozent. Das SECO korrigierte seine Vorhersage für 2013 von 1,8 auf 1,5 Prozent nach unten.

„Die Schweizer Wirtschaft behauptet sich dank robuster Binnenkonjunktur und relativ widerstandfähiger Exportwirtschaft besser als dies angesichts des starken Frankens und der rezessiven Wirtschaftslage in vielen EU-Ländern zu erwarten war“, schreiben die SECO-Ökonomen. Gleichzeitig warnt man: „Entscheidende Voraussetzung für eine weiterhin positive Konjunkturentwicklung ist, dass eine Eskalation der Staatsschuldenkrise im Euroraum verhindert werden kann.“

Durch die Zuspitzung der Schuldenkrise in Griechenland und Spanien wurde das Konjunkturklima im gesamten Euroraum erheblich belastet, schlussfolgert das Staatssekretariat für Wirtschaft. So hänge die positive Wachstumsprognose für die Schweizer Wirtschaft entscheidend an der Annahme, dass es der Wirtschaftspolitik in Europa gelinge, eine unkontrollierte Ausbreitung zu einer großflächigen Banken- und Finanzkrise zu verhindern.

Am Devisenmarkt verharrt der Schweizer Franken unter der Marke von 1,2010 pro Euro. Aktuell steht das Währungspaar bei EUR/CHF 1,2008. Gegenüber dem Dollar bleibt der Euro im Erholungsmodus und steigt in den zurückliegenden Stunden von 1,2450 auf 1,2528 Dollar. Das Drei-Wochen-Hoch des Vortages bei 1,2666 ist jedoch noch ein gutes Stück entfernt. Charttechnisch sieht es wegen des Abwärtstrends nach einer erneuten Talfahrt des Euros aus.