02.05.12

Eurokurs im Krebsgang bei 1,2015 CHF trotz Aufwertungsspielraum


Der Eurokurs bleibt gegenüber dem Schweizer Franken chancenlos und scheitert abermalig an einem Widerstand bei 1,2020. So kann die Gemeinschaftswährung von einem Taucher bei der eidgenössischen Industriekonjunktur und positive Arbeitsmarktdaten aus Deutschland kein Kapital schlagen. Das Devisenpaar notiert aktuell bei EUR/CHF 1,2015.

Zuvor kletterte die Währungsnotierung kurzzeitig auf 1,2019. Es sah nach einem Anstieg über 1,2030 aus, was zuletzt vor zwei Wochen gelungen war. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Schweizer Industrie lieferte eine Steilvorlage. So sank der Index für den Berichtsmonat April 2012 auf 46,9 Punkten und befindet sich damit wieder unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Analysten haben mit ihren Prognosen von durchschnittlich 51,6 Punkten vollkommen daneben gelegen. Die PMI-Herausgeber, Credit Suisse und procue.ch, sprechen von einem „Hin- und Her der Eurokrise“, welches sich im Indexverlauf widerspiegele. Es mache sich „Ernüchterung breit“ und so sei in den nächsten Monaten mit einem leichten Rückgang in der Schweizer Industrieaktivität zu rechnen.

Deutschlands Arbeitslosenrate sinkt um 0,2 auf 7,0 Prozent. „Auf dem Arbeitsmarkt hält die positive Grundtendenz an, obwohl die Konjunktur zuletzt an Schwung verloren hat“, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Die Devisenmärkte schauen jedoch derzeit in erster Linie auf die Rekordarbeitslosigkeit in Spanien, wo 23 Prozent ohne Beschäftigung sind.

Gegenüber dem Dollar befindet sich der Euro derzeit auf einem Sturzflug. Der Wechselkurs fällt in 18 Stunden von EUR/USD 1,3280 auf 1,3130 (-1,13 Prozent). Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die USA übertraf mit 54,8 Punkten die Erwartungen und zeigt, dass sich die US-Wirtschaft auf einem robusten Expansionspfad befindet.